Folgen des EZB-Beschlusses für die Automobilproduktion und den Automobilmarkt in der Eurozone (1/3-Zulassungen),
 
Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), durch den Kauf von Staatsanleihen die europäische Wirtschaft monatlich bis 2016 mit 60 Milliarden Euro zu fluten, betrifft alle Wirtschaftssektoren. Als Folge daraus wird u.a. mit zwei besonderen Effekten gerechnet: eine Erhöhung der Bankdarlehen an Unternehmen und private Haushalte sowie eine Abwertung des Euros aufgrund der Geldschöpfung.

Was sind die möglichen Auswirkungen dieser Entscheidungen für den Automobilmarkt und die Automobilhersteller innerhalb und außerhalb der Eurozone? Theoretisch wird erwartet, dass aufgrund des Kreditzugangs seitens der Haushalte (für PKW) und der Unternehmensflotten (für PKW + LCV), die PKW + LCV-Zulassungen in der Eurozone, die über 60% der EU-Zulassungen ausmachen, steigen werden.

Dies muss allerdings relativiert werden; erstens, weil die EZB-Maßnahmen erst im März wirksam werden und die Auswirkung auf dem Konsum seitens der privaten Haushalte und der Unternehmen nicht sofort sichtbar sein wird; zweitens, weil die Zinsen in Frankreich und Deutschland bereits niedrig sind und in Italien, Spanien und Portugal auf einem Tiefststand.

Außerdem dürften die Maßnahmen die gesamtwirtschaftliche Lage und die Struktur eines ausgereiften europäischen Automobilmarktes, der ebenfalls von weiteren Faktoren (Verkehrsnutzung, Umwelt, Politik …) beeinflusst wird, nicht überschatten. Die Erfahrung anderer Länder (z.B. Japan), die "quantitative Lockerung" (quantitative easing, QE) ohne nennenswerte Auswirkungen für das Wachstum des Automobilmarktes angewandt haben, veranlasst uns zu Vorsicht bei unseren Prognosen. Bestenfalls könnte der Markt eine kurzfristige Absatzerhöhung erfahren, oder einfach zum richtigen Zeitpunkt einen Wachstumsschub mit ähnlichen Auswirkungen wie eine Verschrottungsprämie.

Aus diesen Gründen prognostiziert Inovev weiterhin für 2015 2%-iges Wachstum der PKW- und LCV-Verkäufe in der EU.
 


15-03-7  

 

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Die Produktion der japanischen Hersteller in Japan und weltweit,
 
2005 betrug der Anteil der japanischen Produktion in Japan 55%. 2013 fiel dieser Anteil auf 42%. Insgesamt produzierten die japanischen Autohersteller letztes Jahr 20,6 Millionen Fahrzeuge weltweit, davon 8,6 Mio. in Japan und 12 Mio. im Ausland.

Toyota produzierte 9,8 Mio. Fahrzeuge weltweit, davon 4,3 Mio. in Japan (44% der globalen Produktion).

Honda stellte insgesamt 4,2 Millionen Fahrzeuge her, davon 0,84 Mio. in Japan (20% der globalen Produktion).

Suzuki produzierte 2,7 Millionen Fahrzeuge weltweit, 0,98 Mio. davon in Japan (37% der globalen Produktion).

Mazda produzierte 1,3 Millionen Fahrzeuge weltweit, davon 0,97 Mio. in Japan (74% der globalen Produktion).

Mitsubishi stellte weltweit 1,2 Millionen Fahrzeuge her, davon 0,69 Mio. in Japan (55% der globalen Produktion).

Subaru produzierte 0,8 Millionen Fahrzeuge weltweit, davon 0,64 Mio. in Japan (79% der globalen Produktion).

Die am stärksten international ausgerichteten japanischen Hersteller (aufgrund ihrer weltweiten Produktionsstätten) sind demzufolge Honda (China, USA) und Suzuki (Indien). Toyota folgt auf dem dritten Platz, weil die Tochter Daihatsu hauptsächlich in Japan produziert. Die Konzerne mit der geringsten internationalen Ausrichtung sind Subaru, Mazda und Mitsubishi, die auch die kleineren japanischen Autohersteller sind.

Anmerkung: Inovev zählt Nissan zu Renault, d.h. die Marke gilt als französisch.


15-03-5  

 

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Anstieg des europäischen PKW-Marktes (29 Länder) um 5,5% in 2014 (2/2),
 
Während der europäische PKW-Markt (29 Länder) 2014 um 5,5% anstieg, konnten nicht alle Hersteller von diesem Wachstum profitieren. Am stärksten expandierten Mitsubishi (+ 26%) und Mazda (+ 18.8%), beide sind aber Hersteller mit niedrigen Volumen. Unter den Herstellern mit größeren Volumen verzeichnete Renault-Nissan den bedeutendsten Anstieg (12,9%), dank Dacia (+ 23,3%), Nissan (+ 13%) und Renault (+ 9,1%). Es folgten der Geely-Konzern (+ 10,5%) dank Volvo (10,5%), der Volkswagen-Konzern (+ 7,4%) und Tata Motors (+ 6,1%) dank der Tochter Jaguar Land Rover (+ 6,1%). Die Konzerne Ford (+ 5%), BMW (+ 4,9%), Daimler (+ 3,7%), PSA (+ 3,6%), Fiat-Chrysler (+ 3,1%), Toyota (+ 3%) und Hyundai-Kia (+ 2,3%) expandierten wesentlich weniger als der gesamteuropäische Markt und büßten entsprechend an Marktanteil ein.

Lediglich GM setzte weniger Fahrzeuge 2014 im Vergleich zum Vorjahr ab (-4,6%), aber nur weil die Chevrolet-Marke vom europäischen Markt genommen wurde. Der ansteigende Absatz bei Opel (7,3 %) reichte nicht aus, um den Einbruch bei Chevrolet (-73,1%) im gleichen Zeitraum auszugleichen.

Bis 2015 erwartet Inovev eine moderate Expansion des europäischen Marktes um etwa 2% auf ca. 13,25 Mio. PKW. Eine Aufteilung nach Herstellern ist noch nicht erfolgt.

15-03-3  

 

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Anstieg des europäischen PKW-Marktes (29 Länder) um 5,5% in 2014 (1/2),
 
Nach sechsjährigem Rückgang erholte sich der europäische PKW-Markt (29 Länder) 2014 und stieg um 5,5% auf 12.997.000 Einheiten (im Vgl. zu 12.314.000 in 2013). Das Niveau liegt allerdings noch weit unter der 16 Mio.-Marke, die vor der Krise herrschte, z.B. 2006 und 2007.

In den kommenden Jahren wird es schwierig sein, diesen Verlust von drei Millionen PKW aufzuholen. Inovev prognostiziert eine leichte Erholung des europäischen Marktes zwischen 2014 und 2020 (Prognose für 2019: 14 Mio. Verkäufe).

Spanien und Italien bleiben weit unter dem Vorkrisenniveau, Großbritannien hingegen konnte dank der sehr positiven wirtschaftlichen Lage das vorherige Niveau wieder erlangen. Frankreich und Deutschland liegen zwischen diesen beiden Extremen.

Insgesamt 2014 expandierte Westeuropa (17 Länder) weniger als Osteuropa, 4,8% gegenüber 16,5%, wobei Osteuropa zwischen 2007 und 2013 wesentlich stärker geschrumpft war (35% im Vgl. zu 22% für Westeuropa). Das zweite Halbjahr (+4,5%) fiel etwas schlechter aus als das erste (+ 6,5%), und Inovev erwartet für die ersten beiden Quartale 2015 ein niedrigeres Wachstum als in 2014.


15-03-2  

 

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Der australische PKW und LUV Markt ging 2014 um 2% zurück,
 
Der australische PKW und LUV Markt verlor 2% 2014 im Vergleich zu 2013, auf 1 081 899 Fahrzeuge.  Sedans machten 531 596 Fahrzeuge (-6.1%) aus, SUVs 352 347 (+ 5.6%) und Light Trucks  (Vans und Pickups) 197 956 (- 3.2%). Der australische Markt hat den Rückgang über ein Wachstum bei SUV Verkäufen eindämmen können, einem Segment, dass nunmehr 32% des Marktes ausmacht. Dennoch konnte selbst das den gesamten Rückgang bei Sedans und Light Trucks nicht ausgleichen. Die Verkaufszahlen an PKW bleiben stabil, während Flottenverkäufe um 6,6% zurückgingen.

Die 10 meistverkauften Marken in Australien sind: Toyota (203 501 Verkäufe, 18.3% des Marktes), Holden - GM  (106 000, 9.5%), Mazda (101 000, 9%), Hyundai (100 000, 7%), Ford (80 000, 7.2%), Mitsubishi (69 000, 6.2%), Nissan (66 000, 6%), Volkswagen (55 000, 5%), Subaru (40 000, 3.6%) und Honda (33 000, 3%).

Diese Einteilung erfordert einige Erläuterungen: Toyota, Holden und Ford sind die letzten Marken, die noch in Australien produzieren. Es gibt jedoch einen positiven Effekt in der lokalen Produktion für Toyota und Holden, die Marktführer sind.

Auf der anderen Seite sollte gesagt werden, dass alle drei Hersteller ihre Produktion im Land über die nächsten zwei Jahre einstellen werden: 2016 bei Ford und  2017 bei Holden und Toyota. 2018 werden alle Fahrzeuge auf dem australischen Markt importiert werden, von Nordamerika, Asien oder sogar Europa. 

 

15-02-8  

 

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