Zuwachs des weltweiten PKW + LUV-Marktes um 3,5% in 2014,
 
Nach einer Erhöhung um 3,9% in 2013 im Vorjahresvergleich verlangsamte sich etwas das Wachstum des weltweiten Automobilmarktes (PKW+LCV) im darauf folgenden Jahr (+ 3,5%) auf 85,4 Mio. Einheiten (gegenüber 82,5 Mio. 2013). China (+ 7,3%), die USA (+ 5,9%) und Japan (+ 3,4%) entwickelten sich 2014 weiterhin positiv (allein diese drei Länder machen 52% der globalen Verkäufe aus), aber Brasilien (-7,0%), Indien (-0,8%) und Russland (-11,0%) gingen im gleichen Zeitraum zurück (zusammen 10% der globalen Verkäufe).

Auch in anderen Ländern schrumpften die Verkaufszahlen für Neufahrzeuge, z.B. in der Türkei (-10,0%), in Thailand (-34,2%), in Argentinien (-28,4%), in Algerien (-19,8%), in Chile (-13,3%), in der Ukraine (-54,1%) und in Venezuela (-82,1%).

In anderen Ländern wiederum stiegen die Zahlen 2014, beispielsweise im Vereinigten Königreich (+ 10,3%), Südkorea (7,8%), Mexiko (+6,8%), Kanada (+ 5,6%), Italien (5,1%), Spanien (+ 19,9%), Saudi Arabien (+ 11,8%) und insbesondere im Iran (+62,2%), da die Wirtschaftssanktionen gelockert wurden. Die Inovev-Analyse nach Ländern steht auf der Webseite zur Verfügung.

Noch sind nicht alle Produktionszahlen für 2014 bekannt, aber angesichts des fortgesetzten Lagerabbaus seitens der Hersteller im letzten Jahr prognostiziert Inovev für 2014 einen Anstieg um 2,5% bis 3% im Vergleich zum Vorjahr.


15-05-3  

 

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Überkapazität von 27% in Europa 2014 (gegenüber 32% 2013),
 
Angesichts des europäischen Marktwachstums 2014 (+ 5,5% für PKW und + 6,1% für PKW + LUV) sowie der kontinuierlichen Expansion der Exporte stieg die Auslastungsquote der europäischen Produktionsstätten von 68% in 2013 auf 73% im Folgejahr. Bis zur 85%-Marke, die 2007 erreicht wurde, ist es noch weit, aber die Differenz verringert sich allmählich weiter. Das Jahr 2015 dürfte einen Anstieg des Binnenmarktes erfahren (laut Inovev-Prognose um ca. 2%) und zum Anfang des Jahres fallen überschüssige Produktionskapazitäten weg, z.B. in den Werken in Genk und Bochum, mit einem potentiellen Produktionsniveau von jährlich 500.000 Fahrzeugen.

Mit der Einstellung der Überkapazitäten und einem (moderaten) Anstieg des heimischen Marktes in Verbindung mit steigenden Exporten (insb. der Modelle Jeep Renegade, Fiat 500 X, Jaguar XE und Land Rover Discovery Sport), könnte sich die Auslastungsquote der europäischen Produktionsstätten auf 76% oder sogar 77% in 2015 ausdehnen bzw. noch weiter, sollten weitere Werke schließen.

Unter den Herstellern haben die BMW-Gruppe, Tata, Hyundai-Kia und Volkswagen die besten Auslastungsquoten bei den europäischen Werken, während Fiat-Chrysler und Suzuki jeweils eine sehr niedrige Quote erreichen. Die anderen Automobilhersteller liegen zwischen diesen beiden Extremen.


15-05-4  

 

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2014 wachsen Kleinwagen am meisten in Europa,
 
Kleinwagen (Inovev B-Segment) setzten 2014 ihr Wachstum am europäischen Markt fort. Der Zuwachs basiert auf dem guten Abschneiden traditioneller Modelle wie der Ford Fiesta, der Renault Clio, der Volkswagen Polo und der Opel Corsa sowie zum Teil auf dem starken Anstieg der B-Segment-SUV mit dem Renault Captur, dem Opel Mokka und dem Peugeot 2008. Diese Aufbauart macht 2014 bereits 16% der Kleinwagenzulassungen aus.

Die Kleinwagen-SUV (Erster dieser Art war der Nissan Juke) werden 2015 und 2016 weiter voranschreiten, denn Fiat hat gerade den 500X eingeführt (abgeleitet vom neuerlich erschienenen Jeep Renegade), Honda wird den neuen HRV vorstellen (abgeleitet von der japanischen Vezel-Version), Toyota wird im nächsten Jahr einen Honda HRV-Konkurrenten einführen, Hyundai und Kia haben ebenfalls neue Kleinwagen-SUV angekündigt und schließlich plant Ford Veränderungen bei dem aus Indien nach Europa importierten Ecosport SUV, um die Wettbewerbsfähigkeit dieses Modells gegenüber den anderen am gleichen Markt agierenden Fahrzeugen zu  erhöhen.

Die Lücke zwischen dem Kleinwagen- und dem Kompaktwagensegment auf dem europäischen Markt schließt sich (33% bzw. 38% Marktanteil).
Alle anderen Segmente gehen zurück. Die Mittelklasse ist allmählich von 19% des Marktes im Jahr 2000 auf 13% in 2014 gefallen, während die Kleinstwagen 2014 nach ihrem durch Verschrottungsprämien bedingten Schub (2008-2009-2010) auf dem Niveau des Jahres 2000 zurückfielen und die obere Mittelklasse ihren Anteil halbierte (von 10% im Jahr 2000 auf 5% in 2014).


15-05-2  

 

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Anstieg des europäischen LUV-Marktes um 10,7% in 2014,
 
Der europäische Markt (29 Länder) für leichte Nutzfahrzeuge (bis 3,5t) stieg 2014 um 10,7% auf 1.593.558 Einheiten an (im Vergleich zu 1.439.889 in 2013). Davon zählte Westeuropa (17 Länder) 1.478.789 Einheiten und Osteuropa (12 Länder) 114.769 Einheiten.
Die Erholung des LUV-Marktes wurde durch die sich (leicht) verbessernden Wirtschaftsbedingungen in Europa begünstigt.

Aufgrund dieses positiven Ergebnisses konnte der Markt nach den Rückgängen von 2012 und 2013 das Niveau von 2011 wieder erreichen, wobei diese Zahl noch weit unter denen vor 2009 bleibt. Damals wurden ca. 2 Mio. Einheiten pro Jahr erzielt (Höhepunkt 2007: 2,3 Mio. Einheiten).

Laut Inovev dürfte der europäische LUV-Markt weiterhin einen Teil des seit 2009 verlorenen Volumens wieder gutmachen und wird bis 2017 langsam mit jährlich ca. 3,5% wachsen. Das für 2017 projizierte Ergebnis wird unter 1,8 Mio. Einheiten liegen und somit noch deutlich unter den Ergebnissen vor 2009.

Nach Ländern führt Frankreich auf dem europäischen LUV-Markt (370.000 Verkäufe), dank den Fahrzeugen der Kategorie N (aus PKW-Modellen entstandenen LUV), wie z.B. der Renault Clio und der Peugeot 208 von Company, die 2014 fast 80.000 Mal verkauft wurden.
Angetrieben durch die günstige Wirtschaftslage bildete das Vereinigte Königreich (320.000 Verkäufe) den zweitgrößten Markt hinter Frankreich, gefolgt von Deutschland (mit 230.000 Einheiten), wo die schwereren und größeren Fahrzeuge beliebter sind, weit vor Italien (120.000 Einheiten) und Spanien (115.000  Einheiten). 2014 machen diese fünf Länder 72% des europäischen LUV-Marktes aus.


15-05-1  

 

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Die Produktionspolitik von VW in ASEAN,
 
Die Volkswagen-Gruppe hat ihre ASEAN-Strategie mit der geplanten Errichtung einer eigenen Produktionsstätte in der Region, wo der Hersteller noch keine Anlage zur Massenproduktion besitzt, begonnen. VW steigt spät in ASEAN ein und beherrscht aktuell weniger als 1% des Marktes, muss aber seinen Anteil erhöhen, wenn er Toyota Motor überholen und größter Automobilhersteller weltweit werden möchte.

VW hat in der Vergangenheit bereits mehrmals vergeblich (z.B. mit Proton 2004 in Malaysia) versucht, seine Präsenz auszubauen. 2011 kündigte VW an, eine eigene Produktionsstätte in Indonesien errichten zu wollen, was bislang allerdings noch nicht realisiert worden ist. Momentan lässt VW Fahrzeuge durch heimische Unternehmen in Malaysia und Indonesien in kleinem Umfang von ca. 5.000 Einheiten montieren; bis jetzt hat der Hersteller allerdings noch keinen vollen Betrieb in ASEAN aufgenommen.

Seit 2013 hat VW seine Bemühungen wieder intensiviert, mit der Serienproduktion zu beginnen. Produktion des Jetta begann Ende 2013 in Malaysia und weitete damit das lokale Modellaufgebot VWs aus. In Indonesien hat VW 2013 die jährliche Kapazität des bereits bestehenden Werkes auf 5.000 Einheiten erhöht und eine neue Produktionsstätte soll bis 2017 in Betrieb gehen. Die jährliche Produktionskapazität der neuen Anlage soll anfangs 20.000-30.000 Einheiten betragen, mittel- bis langfristig aber eventuell bis auf 100.000 Einheiten ansteigen. In Thailand hat sich VW für das Eco Car Phase 2-Programm beworben. Eine Produktionsstätte mit einer jährlichen Kapazität von über 100.000 Einheiten soll bis 2019 den Betrieb aufnehmen.


15-04-9  

 

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