Starke Erholung der iranischen Produktion 2014,
 
Die iranische Automobilproduktion nahm 2014 wieder Fahrt auf und erreichte mehr als 1 Mio. Einheiten, dank dem Abbau der Wirtschaftssanktionen gegen das Land sowie der Lieferung von Teilen aus China, die die Montage von 320.000 Peugeot Fahrzeugen (Peugeot 405 und 206) ermöglichte. Der französische Hersteller hat seit seinem Rückzug aus dem iranischen Markt 2012 (als Ergebnis der Vereinbarungen mit GM) keine Teile in den Iran geliefert. Die hohe Nachfrage auf dem heimischen Markt veranlasste den iranischen Hersteller Khodro zu diesem Schritt, um das Embargo auf Fahrzeugteile zu umgehen.

Im Iran produzierte Fahrzeuge werden hauptsächlich vor Ort verkauft, nur sehr wenige exportiert. Die Schwelle von 1 Mio. produzierten Fahrzeugen wurde 2014 wiedererlangt, dies entspricht einer Erhöhung um 60% im Vergleich zu 2013 (der iranische Markt erreichte 2014 954.000 Einheiten, einen Anstieg um 33,3% gegenüber 2013).

Die Werte für 2014 sind immer noch weit hinter den Rekordwerten von 2010 und 2011, als die Produktion im Iran 1,6 Mio. Einheiten pro Jahr betrug. Es ist davon auszugehen, dass der angekündigte Rückkehr von Renault und PSA nach Iran aufgrund der Lockerung der Wirtschaftssanktionen gegen das Land die Produktion vor Ort nach und nach ankurbeln wird, so dass ein Niveau von 1,4 Mio. Einheiten wie im Jahr 2009 in 2015 bzw. 2016 erreicht werden könnte. PSA ist bereit, eine Vereinbarung mit dem iranischen Unternehmen Khodro zu unterzeichnen, die die heimische Produktion der Modelle 301, 208 und 2008 anstatt der ehemaligen 405 und 206 vorsieht.

15-09-9  

 

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Marokkanische Produktion erreicht 2014 ein neues Rekordniveau,
 
Die marokkanische Automobilproduktion erreichte 2014 ein neues Rekordniveau von 228.000 Einheiten, geteilt zwischen dem Renault-Werk in Tangier (175.000 Einheiten) und der Somaca-Werk in Casablanca (53.000 Einheiten).

Das Werk in Tangier produziert den DaciaLodgy, den Dokker und in den letzten Jahren auch den Sandero, während in Casablanca der Dacia Logan und der Renault Kangoo montiert werden (letzteres Modell im Juli 2014 dort eingestellt).

In Tangier ermöglichte der Ankunft des Sandero eine bessere Auslastung der Kapazität (80.000 Lodgyund Dokker in 2014) in einem Werk mit einer Kapazität von 170.000 Einheiten pro Jahr, vor kurzem auf 340.000 Einheiten verdoppelt, um das Werk im rumänischen Pitesti, das bis zur Kapazitätsgrenze operierte, zu entlasten. 95.000 Einheiten des Sandero wurden 2014 in Tangier produziert, gegenüber 45.000 in Pitesti.

Renault-Nissan untersucht die Möglichkeit, ein neues Modell in Tangier zu etablieren. Nach heutigem Kenntnisstand handelt es sich hierbei weder um den Kangoo, wovon die Produktion im Juli 2014 in Casablanca auslief und nach Maubeuge (Frankreich) verlagert wurde, noch um den Logan, da eine umbenannte Renault-Version seit November 2014 in Oran (Algerien) montiert wird. Wahrscheinlichstes Modell ist der Duster Pickup, der zum Teil auch in Curitiba, Brasilien hergestellt werden wird. In Afrika herrscht großes Potential im Pickup-Bereich und Renault hat eine großangelegte Marketingkampagne für das Kontinent angekündigt.

15-09-10  

 

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Produktion in Venezuela erreicht 2014 einen neuen Tiefstand,
 
Die Automobilproduktion in Venezuela bricht seit 2012 zusammen. Zu diesem Zeitpunkt führte die Regierung Importrestriktionen sowohl für Fahrzeuge als auch für Ersatzteile, auf die die Hersteller für die Montage ihrer Fahrzeuge angewiesen sind (Venezuela hat ausschließlich CKD-Werke), ein.

2014 fiel die Produktion auf das niedrigste Niveau seit Jahrzehnten (20.000 Fahrzeuge). Toyota und FCA hatten zum Ende des Jahres ihre Produktion beinah eingestellt, während Ford, GM und Mitsubishi sehr niedrige Produktionsvolumen verzeichneten.

2006 und 2007 unter der Chavez-Regierung (1999-2013) erreichte die venezuelische Automobilproduktion jährlich 170.000 Einheiten. Die Nachfolgeregierung hat den Zusammenbruch des Automobilmarktes und der Produktion in Venezuela nicht aufhalten können, im Gegenteil der Verfall hat sich verschlechtert.

Wie in Australien, allerdings aus anderen Gründen, ist die Automobilindustrie in Venezuela nun stark gefährdet. Die Zahlen für die ersten Monate 2015 zeigen keine Verbesserung im Vergleich zu denen für 2014.

Zusammen mit Kolumbien und neulich auch Ecuador und Uruguay ist Venezuela das einzige Land Lateinamerikas, das CKD-Produktion betreibt. Chile hat Anfang des Jahrtausends diese Art von Produktion eingestellt (Schließung des chilenischen PSA-Werks).

15-09-8  

 

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Produktion in der Ukraine auf dem niedrigsten Niveau seit 1991,
 
Die ukrainische Automobilproduktion geht bereits seit 2009 zurück und hat seitdem die Schwelle von 100.000 Einheiten nicht mehr erreichen können. Zuvor hatte sie 2007 und 2008 die 400.000-Marke übertroffen.

Nach 2011 fiel die ukrainische Produktion weiter auf ein sehr niedriges Niveau (unter 100.000 Einheiten) aufgrund der äußerst ungünstigen Wirtschaftslage und der politischen Situation (diplomatische Schwierigkeiten mit Russland und der beginnende Konflikt im Land zwischen den pro-russischen und pro-europäischen Faktionen).

2014 ist die Automobilproduktion daher auf das niedrigste Niveau seit dem Zerfall der UdSSR 1991 gefallen (26.000 Einheiten). Die vier Hersteller (ZAZ, Bogdan, Krasz, Eurocar) waren gleichermaßen betroffen.

Zum Beginn 2015 ist keine Besserung in Sicht. Die meisten Hersteller haben sogar ihre Produktion vor Ort eingestellt, lediglich Eurocar montiert weiterhin auf niedrigem Niveau mit Ersatzteilen aus der tschechischen Republik.

Der ukrainische Automobilmarkt, der ein Großteil der heimischen Produktion aufnahm, brach 2009 ebenfalls zusammen. Ausgehend von 623.000 Verkäufen ging der Markt 2009 auf 162.000 Einheiten und 2014 auf 96.000 Einheiten zurück. Dies bedeutet, dass die Ukraine im letzten Jahr 70.000 Fahrzeuge importierte, was 73% des heimischen Marktes darstellt. Die Prognose für 2015 bleibt pessimistisch; Inovev erwartet dieses Jahr weniger als 50.000 Verkäufe in der Ukraine. 

15-09-7  

 

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Die russische Produktion fiel 2014 um 14%,
 
2014 litt die russische Automobilproduktion unter dem Rückgang des russischen Marktes, von dem sie immer noch stark abhängt. Sie ging im Vorjahresvergleich um 14% zurück (1,88 Mio. Einheiten) bei einer Verringerung des Marktes um 10,3%. 2015 wird der Produktionseinbruch noch höher ausfallen, weil der Markt trotz eines neuen Verschrottungsprogramms laut neusten Inovev-Prognosen um ca. 25% schrumpfen wird. Somit dürfte die russische Produktion ähnlich wie 2005 ca. 1,4 Mio. Einheiten betragen.

Inovev berechnet, dass die russischen Exporte 2014 ca. 300.000 Einheiten erreichten, hauptsächlich in die ehemalige Sowjetunion und die Ukraine. Mit unter 16% stellt dies weltweit eine der niedrigsten Exportquoten der produzierenden Länder dar. Wie in den USA sind in Russland hergestellte Fahrzeuge überwiegend für den heimischen Markt bestimmt.

Die in Russland agierenden Hersteller sind in unterschiedlichem Maße vom Rückgang des russischen Marktes betroffen. Am meisten verringerte sich die Produktion bei Cadillac (-64%), Geely (-54%), Peugeot (-53%), Lifan (-50%), Ford (-45%) Chevrolet (-36%), Citroën (-31%), Opel (-25%), Lada (-24%) und BMW (-18%). Andere Marken wiederum erhöhten weiterhin ihre Produktion 2014: Mazda (+ 86%), Mitsubishi (+ 41%), Nissan (+ 38%), Renault (+ 7%) und Toyota (+ 4%).
Lada machte 2014 immer noch fast ein Viertel der russischen Produktion von PKW + LUV aus.

15-09-6  

 

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