Anstieg der europäischen Automobilproduktion um 3,6% in 2014,
 
Laut Inovev-Schätzungen stieg die europäische Automobilproduktion (29 Länder) 2014 um 3,6% im Vergleich zu 2013 und erreichte 16,20 Mio. PKW + LUV gegenüber 15,64 Mio. im Vorjahr. Somit konnte der Rückgang von 2012 und 2013 beendet werden. Von Vorteil waren die Erholung auf dem europäischen Automobilmarkt 2014 (+ 6,1% für PKW + LUV) sowie das gute Exportergebnis, vor allem in die USA und nach China.

Zu den Ländern mit den größten Produktionszuwächsen in Europa 2014 gehören Spanien (+ 11,3%) und Ungarn (+ 65,4%) sowie unter den Ländern mit deutlich niedrigerem Produktionsniveau Slowenien, die Niederlande, Finnland und Bulgarien.

In anderen Ländern stieg die Produktion leicht an (Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Portugal) bzw. ging sogar zurück (Belgien, Rumänien, Schweden, Österreich). UK-Produktion fiel ebenfalls leicht, weil die Verlagerung des Renault Trafic nach Frankreich nicht aufgefangen werden konnte.

Bei den Ländern, die 2014 ihre Produktion ausweiten konnten, hat Spanien nicht nur von der Erholung des europäischen Marktes, sondern auch von der Produktionsaufnahme des Opel Mokka, des Citroën C4 Cactus und des Ford Transit Connect in spanischen Produktionsstätten profitiert, sowie von dem Erfolg des Renault Captur, des Seat Leon und des Citroen C4 Picasso. Ungarn profitierte von dem Produktionsstart bei Mercedes (CLA B-Klasse), Audi (A3 Limousine) und Suzuki (SX4 S-Cross). In Frankreich lief der Renault Trafic in Sandouville an, in den Niederlanden der Mini in Born und in Finnland ein Teil der Mercedes A-Klasse-Produktion in Uusikaupunki.


15-06-3  

 

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40% der in Deutschland hergestellten Fahrzeuge werden auch dort verkauft,
 
Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Italien und Spanien sind die fünf größten Märkte (PKW + LUV) Europas und, mit Ausnahme Italiens, auch die größten Produktionsländer. Es ist daher interessant zu analysieren, welcher Anteil der Produktion dieser Länder am heimischen Markt verkauft wird und wie viele Fahrzeuge importiert werden; insgesamt also in welchen Ländern die meisten im Inland produzierten Fahrzeuge gekauft werden. Inovev hat diese Daten berechnet und bietet folgende erste Ergebnisse.

In Deutschland werden die meisten vor Ort hergestellten Fahrzeuge gekauft. Von den insgesamt 3.265.096 verkauften PKW + LUV wurden 60% importiert (1.955.605 Einheiten) und 40% in Deutschland produziert (1.309.491 Einheiten).

In UK wurden am wenigsten heimisch hergestellte Fahrzeuge gekauft. Von den insgesamt 2.798.121 verkauften PKW + LUV wurden 89% importiert (2.482.734 Einheiten) und 11% im Land selbst produziert (315.387 Einheiten).

In Frankreich wurden von insgesamt 2.166.275 verkauften PKW + LUV 72% importiert (1.565.218 Einheiten) und 28% in Frankreich hergestellt (601.057 Einheiten).

In Italien wurden von insgesamt 1.477.342 verkauften PKW + LUV 85% importiert (1.262.992 Einheiten) und 15% in Italien hergestellt (214.350 Einheiten).

In Spanien wurden von insgesamt 969.171 verkauften PKW + LUV 78% importiert (753.988 Einheiten) und 22% in Spanien hergestellt (215.183 Einheiten).


15-06-4  

 

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Die VW-Gruppe liegt 2014 auf dem zweiten Platz unter den weltweiten Automobilherstellern,
 
Die Volkswagen-Gruppe rangiert 2014 auf dem zweiten Platz unter den weltweiten Automobilherstellern (weltweite Verkäufe von PKW + LUV). 2013 war die Gruppe noch auf dem dritten Platz; Ziel ist es, 2015 den ersten Rang einzunehmen.

Der weltweit führende Hersteller 2014 ist die Toyota-Gruppe mit 10,23 Mio. verkauften Fahrzeugen (+ 2,5%), vor der Volkswagen-Gruppe mit 10,14 Mio. Einheiten (+ 6,7%). Diese beiden Hersteller sind die ersten, die in einem Jahr mehr als 10 Millionen Fahrzeuge verkauft haben.

Die drittplazierte GM-Gruppe (ehemals erstplaziert) erreichte diese Schwelle nicht, bleibt den Konkurrenten aber dicht auf den Fersen (9,92 Mio. Fahrzeugverkäufe, + 2,2%). Das hervorragende Abschneiden von VW und GM in China (aufgrund der GM-Wuling-Marke und Minivans) gehört zu den Wachstumsträgern.

Mit etwas mehr Abstand folgen die Renault-Nissan-Gruppe (8,41 Mio. Fahrzeugverkäufe, + 1,8%) und Hyundai-Kia (8,01 Mio. Fahrzeuge, + 6,0%), wie bereits 2013 auf dem vierten bzw. fünften Platz.

Weit hinter den fünf führenden Gruppen folgen die Ford-Gruppe (6,32 Mio. Fahrzeuge, + 1,1%) wie in 2013 auf dem sechsten Rang, vor der FCA-Gruppe (4,75 Mio., + 9,2%), Honda (4,30 Mio., + 5,0%), PSA (2,94 Mio., + 4,3%), Suzuki (2,88 Mio., + 8,2%), BMW (2,12 Mio., + 10,4%) und Daimler (1,74 Mio., + 11,5%), wobei die Rangfolge hier unverändert bleibt.


15-06-2  

 

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Anstieg der weltweiten Automobilproduktion um 3,3% in 2014,
 
Laut Inovev-Schätzungen stieg die weltweite Automobilproduktion (PKW + LUV) ohne CKD 2014 um 3,3% im Vergleich zum Vorjahr auf 87,6 Mio. Einheiten (2013: 84,8 Mio.). Der Markt behält also seine stabile Wachstumsrate bei, die fast identisch ist mit der von 2013, in dem ein Anstieg der Produktion um 3,4% im Vorjahresvergleich verzeichnet wurde.

Von den 40 größten automobilproduzierenden Ländern haben 2014 25 ihr Produktionsvolumen erhöht, während in 15 Ländern das Volumen zurückgegangen ist, was insgesamt im letzten Jahr zu einem Rückgang des weltweiten Wachstums führte.

Zu diesen 15 Ländern gehören u.a. solche, deren Binnenmarkt 2014 abgeschwächt ist, z.B. Indien, Brasilien, Thailand, Russland, Argentinien, Venezuela und die Ukraine, mit Auswirkungen auf dem Produktionsvolumen in diesen Ländern.

In anderen Ländern basiert der Produktionsrückgang auf anderen Faktoren: das Vereinigte Königreich verlor im letzten Jahr die Produktion des Renault Trafic (Verlagerung nach Frankreich), Belgien litt unter der Schließung des Ford-Werkes in Genk, Rumänien erlebte die Verlagerung des Dacia Sandero nach Marokko, in Schweden lief in diesem Jahr die Produktion des Volvo XC90 aus, Österreich litt aufgrund der Tatsache, dass der Mini Countryman / Paceman das Ende seines Lebenszyklus erreichte; Ersatz kommt 2016.

Die vier größten Produktionsländer (China, USA, Japan, Deutschland), die letztes Jahr ihr Produktionsvolumen ausgebaut haben, machen 2014 insgesamt 58% der weltweiten Produktion aus, gegenüber 57% im Vorjahr.


15-06-1  

 

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China: Zhengzhou Nissan führt die Fengdu-Marke ein,
 
Zhengzhou Nissan Automobile Company hat eine Zweimarkenstrategie verfolgt, indem das Unternehmen sowohl Nissan- als auch Dongfeng-Modelle produziert und verkauft. 2013 kündigte Zhengzhou Nissan die Fengdu-Marke an und entwickelte eine neue Markenstrategie mit dem Ziel, die Verkaufszahlen anzukurbeln. Im Zeitraum 2015-2017 sollen fünf neue Modelle unter dem Fengdu-Label erscheinen. Der Verkaufsziel für 2016 beträgt 200.000 Einheiten mit einer Ausdehnung auf 300.000 Einheiten in 2018. Um diese Ziele zu erreichen, engagiert sich Zhengzhou Nissan aktiv in Bezug auf Modelleinführungen, den Ausbau der Produktionskapazitäten, die Verkaufsförderung und die Entwicklung von alternativ angetriebenen Fahrzeugen.

Die Einführung des ersten Modells der Zhengzhou Nissan Fengdu-Eigenmarke - ein SUV – war für Januar 2015 geplant. Das Modell wurde auf Basis der Plattform des alten X-Trail entwickelt und die Produktion lief im Oktober 2014 an. Zhengzhou Nissan plant, in den nächsten drei Jahren insgesamt fünf neue SUV, Mini Vans und MPV unter der neuen Marke Fengdu einzuführen.

Im Juli 2014 unterzeichnete Zhengzhou Nissan eine Vereinbarung mit der Kreisregierung von Zhongmu bezüglich des Ausbaus der dortigen  Produktionsstätte. Nach Fertigstellung 2015 soll die jährliche Produktionskapazität 180.000 Einheiten erreichen.

Der Hersteller expandiert auch im Ausland. Zhengzhou Nissan hat sein erstes ausländisches CKD-Montagewerk im April 2007 in Angola errichtet, mit drei weiteren in Kasachstan, Sudan und Äthiopien. Obwohl das Exportvolumen in den ersten 11 Monate 2014 um 55,5% auf 305 Einheiten einbrach, führt Zhengzhou Nissan diesen Rückgang auf die Errichtung von CKD-Montagewerken im Ausland zurück.


15-05-9  

 

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