Die Anzahl der chinesischen OEM dürfte allmählich von 46 auf 23 fallen,
Im Jahr 2016 zählte China 46 heimische Hersteller von PKW, LUV, LKW und Bussen. Laut dem Präsidenten von Changan (der führende unabhängige chinesische Hersteller mit 1,38 Mio. Fahrzeugen, die 2016 produziert wurden) wird bis 2022 aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs sowohl in China als auch im Ausland sowie der Verlagerung der Konsumentennachfrage (Konnektivität, Elektronik, Elektroantrieb, autonomes Fahren usw.) nur die Hälfte der chinesischen Hersteller überleben.

Diese Herausforderungen werden, so dem Präsidenten von Changan, zunehmend finanzielle und technologische Probleme mit sich bringen, die viele chinesische Hersteller nicht überwinden können, auch trotz Hilfe der chinesischen Regierung und der Aussicht eines kontinuierlich wachsenden chinesischen Marktes.

Ihm zufolge werden im Jahr 2022 nur 23 chinesische Hersteller bleiben. Klar ist, dass wichtige Hersteller wie Changan, Beijing (BAIC), Dongfeng (DFM), Geely, Great Wall, FAW, Chery, Anhui (JAC) SAIC, GAC, BYD und Brilliance weiterhin bestehen werden und ihren Marktanteil ausweiten werden, ohne dass sie untereinander fusionieren müssen (das sind also 12 Hersteller). Am meisten gefährdet sind die kleinsten Hersteller sowie die, die bereits heute in der umkämpften Umgebung ums Überleben ringen. Einige werden kooperieren bzw. fusionieren müssen, es scheint aber momentan sehr unwahrscheinlich, dass ausländische Hersteller sie übernehmen werden, da die chinesische Regierung nicht zögern würde, solche Abkommen zu blockieren.


17-18-5   

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Europäische Exporte in die USA und nach China erreichten 2016 ein Plateau,
Europäische Exporte in die USA und nach China erreichten 2016 ein Plateau
 
1 / In den USA war das Volumen der europäischen Fahrzeugexporte, das auf dem Höhepunkt der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 auf 650.000 Einheiten gefallen war, seitdem stetig angestiegen, um 2014 1.000.000 Einheiten und 2015, der Entwicklung des US-Marktes insgesamt folgend, fast 1.100.000 Einheiten zu erreichen. Im Jahr 2016 stagnierten diese Exporte dem schleppenden US-Markt entsprechend. Inovev erwartet für 2017 erstmalig seit 2009 einen Rückgang der Exporte aufgrund der Verschlechterung des US-Marktes (-3% in den ersten sieben Monaten des Jahres) sowie der Verlagerung der Produktion von Audi Q5 und VW Tiguan von Deutschland nach Mexiko.
 
2 / In China stieg das Volumen der europäischen Fahrzeugexporte zwischen 2005 und 2015 stark an, von unter 100.000 Einheiten auf 600.000 Einheiten, das Wachstum endete aber 2016 mit dem weniger lebhaften chinesischen Markt, auf dem die unabhängigen chinesischen Hersteller ihren Marktanteil ausweiten, sowie der allmählichen Verlagerung der Produktion deutscher Modelle von Deutschland nach China (Audi, BMW, Mercedes). Inovev erwartet für 2017 erstmalig seit 2005 einen Rückgang dieser Exporte, weil mit einer weiteren Verlangsamung des chinesischen Marktes sowie einem steigenden Marktanteil der unabhängigen Hersteller zu rechnen ist.


17-18-6   

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Inovev erwartet die jährliche Produktion von 50.000 Mercedes X-Klasse,
- Mercedes hat seinen ersten mittleren Pickup, die X-Klasse, vorgestellt, die vom Nissan Navara und Renault Alaskan abgeleitet ist, ein Ergebnis der Kooperation zwischen den Gruppen Daimler und Renault-Nissan. Das Modell wird in den gleichen Werken wie die anderen beiden hergestellt werden, nämlich bei Nissan in Barcelona (Spanien) für die für Europa bestimmten Fahrzeuge und bei Renault in Cordoba (Argentinien) für die für Südamerika.

- Die Mercedes X-Klasse wird nicht in Nordamerika vermarktet werden. Dort haben mittlere Pickups einen geringen Marktanteil im Vergleich zu großen Pickups wie Ford F-Reihe, Chevrolet Silverado bzw. Dodge Ram.

- Weitere Märkte könnte später von Mercedes erschlossen werden, z.B. Afrika (vor allem Südafrika), wo Peugeot gerade dabei ist, im Pickup-Markt Fuß zu fassen, bzw. Australien oder Neuseeland.

- Bei der Einführung wird die X-Klasse zwei Nissan Dieselmotoren anbieten: 2,3 Turbo mit 163 PS und 2,3 Bi-Turbo mit 190 PS. 2018 kommt ein Original-Mercedes-V6 Diesel 3,0 mit 258 PS hinzu. Dieses Modell wird mit dem Volkswagen Amarok Pickup konkurrieren, der mit einem V6-Dieselmotor mit 204 bzw. 225 PS ausgestattet ist.

- Inovev erwartet die jährliche Produktion von 20.000  X-Klasse in Spanien, 20.000 in Argentinien und 10.000 in Südafrika, insgesamt also 50.000 Einheiten in einem Weltmarkt von 2 Mio. mittleren Pickups im Jahr.


17-18-2   

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Renault gründet ein zweites JV in China mit Brilliance,
Renault hat bereits eine Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Dongfeng für die Produktion von PKW in Wuhan, China, und wird ein zweites mit dem Hersteller Brilliance eingehen. Es sollen LUV gebaut und hauptsächlich in China vermarktet werden.

Brilliance baut und vermarktet PKW in einer Partnerschaft mit BMW, hat aber auch eine Tochtergesellschaft (Shenyang Brilliance Jinbei Automobile), die kleine CV produziert und die völlig getrennt ist von der Vereinbarung zwischen Brilliance und BMW. Renault wird 49% des JV gehören, Brilliance 51%. Laut heutiger Pressemitteilung will Renault zu den wichtigsten Akteuren am chinesischen LUV-Markt gehören. Dieser Markt wird auf 3 Mio. Einheiten im Jahr geschätzt.

2016 verkaufte Shenyang Brilliance Jinbei Automobile 62.673 Fahrzeuge in China und im ersten Halbjahr 2017 43.178 Einheiten, d.h. 2% des chinesischen LUV-Marktes. Der Weg für Renault wird zwar lang, mit Hilfe von Brilliance zu den Marktführern in China zu gehören, aber die neue Vereinbarung stellt der Anfang einer neuen Gelegenheit für Renault dar, in China Fortschritte zu machen, nachdem der Hersteller später dort präsent war, als alle anderen wichtigen westlichen Autobauer. Ziel von Renault ist es, im Jahr 2020 in Partnerschaft mit sowohl Dongfeng als auch Brilliance 800.000 Fahrzeuge in China zu verkaufen.


17-18-4   

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Inovev erwartet die jährliche Produktion von 40.000 neuen Audi A8,
Audi hat die neue Generation der A8-Limousine vorgestellt. Diese ist nach wie vor eins der Bestseller der Oberklasse, hinter Mercedes S-Klasse und BMW 7er.

Der neue A8 wird somit ein Jahr nach dem Audi A4 und dem A5 erneuert, und ein Jahr vor den neuen Modellen Audi A6 und A7, die - wie der neue Audi A1 - 2018 vorgestellt werden sollen. Der Audi A3 wird 2019 erneuert.

Wie auch vorher gibt es der neue A8 in einer Version mit langem Radstand. Das Fahrzeug wird weiterhin in Neckarsulm gebaut, zusammen mit dem A6 und dem A7. Es wird nach wie vor nicht in China gebaut (und dies wird vermutlich auch nie der Fall sein).

Die Motoren sind immer noch 6-Zylinder (V6 3,0 Benziner TFSI mit 340 PS und 3,0 Diesel mit 285 PS), 8-Zylinder (V8 4,0 Benziner TFSI mit 460 PS und 4,0 Diesel mit 430 PS) bzw. 12-Zylinder (W12 6,0 Benziner TFSI mit 540 PS). Das Angebot dürfte 2018 durch eine PHEV-Version namens Audi e-tron abgerundet werden. Diese wird einen V6 3,0 TFSI Benzinmotor mit einer Reichweite von 50 km im Elektromodus und mit induktiver Aufladung bieten.

Der neue A8 ersetzt ein Modell aus dem Jahr 2010, das in sieben Jahren 214.000 Fahrzeuge verkauft hat (durchschnittlich 30.000 Einheiten im Jahr). Inovev prognostiziert die jährliche Produktion von 40.000 Einheiten des neuen A8.


17-18-3   

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