Der russische Markt ist in den ersten 9 Monaten 2017 um 10,6% gestiegen,
Der russische Markt (PKW+LUV) stieg in den ersten 9 Monaten 2017 um 10,6% mit einem Volumen von 1,13 Mio. Einheiten. Diese Erholung beendet den vier Jahre andauernden Rückgang von 2013 bis 2016. Scheinbar sind die Kunden nun wieder zuversichtlicher, und die Reduzierung der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland sowie die steuerlichen Anreize der russischen Regierung ermöglichen es einigen Kunden, Nachholkäufe zu tätigen, die einige Jahre lang aufgeschoben worden waren.

Das Jahr 2017 könnte in Russland mit einem Volumen von 1,6 Mio. Einheiten schließen, gegenüber 1,42 Mio. Einheiten 2016 und 1,6 Mio. Einheiten 2015. Damit wäre der Markt wieder auf dem Niveau von 2015, allerdings noch weit entfernt von den Zahlen von 2012 (2,93 Mio. Einheiten) bzw. 2008 (2,85 Mio. Einheiten).

2017 zeichnet sich durch eine Verlagerung in Richtung heimisch gebaute Modelle aus. In Russland gekaufte und gebaute Modelle machen in diesem Jahr 84% der Zulassungen aus, im Vergleich zu 79% 2016 und 66% 2012. Folglich sind die Importe bedeutend gefallen. Sie nahmen von 1 Mio. Einheiten 2012 auf 300.000 2016 ab und werden 2017 voraussichtlich 200.000 betragen, d.h. minus 80% in sechs Jahren. Auslöser hierfür ist die Politik der russischen Regierung, die in Russland verkauften Fahrzeuge lokal herzustellen, inklusive der Verlagerung von SKD-Produktion (Semi Knock Down) in Richtung CKD (Complete Knock Down).


17-23-7   

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PSA senkt ihre Produktionskapazität in Großbritannien,
Die PSA-Gruppe wird ihre Produktionskapazität am Vauxhall-Standort in Ellesmere Port weiter senken. Seit Jahren wird dort ein Teil der Opel Astra-Produktion für Europa und andere ausländische Märkte gefertigt.

2016 wurden 118.000 Astra in Ellesmere Port gebaut, davon 23.000 für den britischen Markt und 2.000 für Irland, der Rest für Europa und weitere Auslandsmärkte mit Ausnahme von Russland und der Ukraine, wo Opel sich vom Markt zurückgezogen hat. In den ersten 8 Monaten 2017 wurden 80.000 Astra in Ellesmere Port hergestellt.

Im Vergleich dazu wurden am anderen europäischen Astra-Standort in Gliwice in Polen 2016 187.000 Astra produziert und in den ersten 8 Monaten 2017 120.000. 

In den letzten Jahren lässt sich bei PSA die Strategie erkennen, die Produktion eines Modells an einem einzigen Standort zu konzentrieren. Eventuell trifft dies auch für den Opel Astra in Gliwice zu. Dieser Standort hat eine Produktionskapazität von 200.000 Fahrzeugen im Jahr, diese müsste aber auf 300.000 Einheiten erhöht werden, um das Gesamtvolumen des Astra in Europa 2016 zu erreichen.

Vor der Übernahme von Opel / Vauxhall durch PSA hatte die GM-Gruppe geplant, die Standorte Ellesmere Port und Luton bis 2020 zu schließen. PSA hat sich aber verpflichtet, diese Werke weiter zu führen. Sollte der Astra nach Polen ausgelagert werden, wird die französische Gruppe ein weiteres Modell dort bauen müssen, oder aber das Werk trotzdem schließen.


17-23-4   

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Die meist verkauften Hybridautos in den USA in den ersten 9 Monaten 2017,
Hybridautos verkauften während der ersten 9 Monate 2017 279.179 Einheiten - 2,2% des US-Marktes (PKW + LUV). Während der letzten vier Jahre ist der Hybridabsatz in den USA zurückgegangen. Nach 500.000 Einheiten 2013 fiel er 2015 auf 450.000 Einheiten, 2015 auf 380.000 und 2016 auf 350.000.

Die fallenden Benzinpreise und die erhöhte Nachfrage nach großen Pickups und SUV begünstigen nicht den Kauf solcher Fahrzeuge mit ökologischer Assoziierung. Hinzu kommt, dass die PHEV und die BEV gleichzeitig potentielle Hybridkunden weggelockt haben (deren Absatz ist von 100.000 2013 auf 160.000 2016 gestiegen). Dieser Markt scheint sich aber zu erholen: 2017 dürften mehr Hybridautos verkauft werden als 2016 (ca. 370.000 Einheiten).

In den ersten 9 Monaten 2017 führt der Toyota Prius den Markt an (Absatz 68.265 Einheiten), vor Ford Fusion (44.677), Toyota RAV4 (36.352), Kia Niro (20.670) und Honda Accord (17.430).

Die Toyota-Gruppe (Toyota, Lexus) hat jetzt ein Dutzend verschiedene Hybridmodelle am US-Markt und einen Marktanteil von 54% 2017 gegenüber 70% 2016. Grund für diesen Rückgang ist die Ankunft am Markt von Hyundai-Kia. Die koreanische Gruppe behauptet 2017 14% des US-Hybridmarktes gegenüber 7% 2016.


 17-23-3   

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Chery könnte an eine private chinesische Gruppe verkauft werden,
Dank einer ehrgeizigen internationalen Strategie war der chinesische Autobauer Chery vor zehn Jahren noch eins der vielversprechendsten OEM des Landes.  Nach der Gründung 1997 begann Chery 1999 mit der Produktion und exportierte 2001 seine ersten Modelle. Es wurden mit dem Iran 2003, Ägypten und Malaysia 2004, Russland 2005 und Indonesien 2006 Vereinbarungen getroffen. 2007 unterschrieb Chery ein Abkommen mit Fiat für die Produktion von Fiat- und Alfa Romeo-Fahrzeugen in China.  Im gleichen Jahr wurde Chery der zweit größte unabhängige chinesische Automobilhersteller hinter Changan.

Seitdem allerdings hat Chery zahlreiche Dämpfer hinnehmen müssen. Die Exporte stagnieren, das Abkommen mit Fiat hat keine Vorteile gebracht, die Ausbreitung der Marken innerhalb der Gruppe ist nicht entsprechend, die Gründung 2013 der Marke Qoros hat nur zu einem sehr begrenzten Absatz geführt, das Stadtauto QQ - Flaggschiffmodell von Chery - verkauft sich von Jahr zu Jahr schlechter, die Produktpolitik scheint unpassend zu sein, ebenso die Erweiterung der Produktionskapazität. Kurz gesagt, der Marktanteil von Chery schrumpft und seine Schulden wachsen, so dass der Hersteller 2017 nur noch den sechsten Rang unter den unabhängigen chinesischen Herstellern einnimmt und den 13. unter allen chinesischen Herstellern. 2017 wird Chery so viele Autos bauen wie 2010, während sich die Produktion von Geely im gleichen Zeitraum verdreifachte und die von Great Wall um das Zweieinhalbfache expandiert ist. Die Lösung dieser prekären Situation könnte der Verkauf von Chery an eine private chinesische Gruppe sein. Die Baoneng-Gruppe soll Interesse bekundet haben.


17-23-5   

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Die meist verkauften BEV in den USA in den ersten 9 Monaten 2017,
100% Elektrofahrzeuge (BEV) verkauften während der ersten 9 Monate 2017 73.333 Einheiten - 0,6% des US-Marktes (PKW + LUV).

Dieses Volumen macht noch keine 1% des Marktes aus, obwohl dieser Prozentsatz in Kalifornien erreicht bzw. sogar übertroffen wird.

BEV werden immer noch von vielen potentiellen Käufern als nicht ausreichend autonom betrachtet (obwohl sich die Eigenständigkeit mit der Einführung neuer Modelle verbessert).

Außerdem ist es schwer für diese Fahrzeuge, Volumen in einem Markt zu ergattern, wo die Benzinpreise weiterhin niedrig sind und sich die Nachfrage auf großen Pickups und SUV konzentriert. Allerdings ist das BEV-Angebot in dieser Kategorie so gut wie nicht vorhanden. Folglich ist der Marktanteil der BEV niedriger in den USA (0,6%) als in Europa (0,8%).

In den ersten 9 Monaten 2017 führt der Tesla Model S den Markt an (Absatz 18.200 Einheiten), vor Tesla Model X (15.600), Chevrolet Bolt (14.302), Nissan Leaf (10.740) und BMW i3 (4.635).

Tesla behauptet 2017 46% des US-EV-Marktes gegenüber 54% 2016. Grund für diesen Rückgang ist die Ankunft am Markt des Chevrolet Bolt.  Dessen Anteil raste von 0% 2016 auf 20% 2017.


  17-23-1   


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