Bewertung des globalen Marktes für Elektrofahrzeuge 2017,
Im letzten Jahr wurden weltweit 1,2 Mio. reine Elektrofahrzeuge (BEV) und PHEV verkauft, sowie 1,4 Mio. nicht aufladbaren Hybridfahrzeuge (HEV). Das ergibt eine Gesamtsumme von 2,6 Mio. Fahrzeugen mit alternativem Antrieb, d.h. 2,8% des globalen Marktes (PKW+LCV). Von dieser Zahl wurden 725.000 Einheiten (inkl. 470.000 BEV) in China verkauft, 640.000 (inkl. 137.000 BEV) in Europa, 600.000 (inkl. 20.000 BEV) in Japan und 560.000 (inkl. 107.000 BEV) in den USA.

China, wo die Elektrifizierung von Fahrzeugen zu einer strategischen Priorität im Kampf gegen die Luftverschmutzung geworden ist, kaufte viermal mehr Elektroautos als die USA und dreimal mehr als Europa. 2019 könnte sich aufgrund der durch die chinesische Regierung eingeführten Quoten das chinesische Volumen um das Vierfache steigen (fast 2 Mio. BEV laut Inovev-Prognose).

Ende 2017 erreichte das globale Volumen an BEV und PHEV 3 Mio. Einheiten, wovon zwei Drittel BEV waren. China allein machte fast 40% dieser Summe aus. Dieser Anteil dürfte sich 2018 und insbesondere 2019 erhöhen.

Beim Elektro-Marktanteil liegt allerdings Norwegen an der Spitze 2017: dort fielen 39% des PKW-Absatzes auf Elektrofahrzeuge, vor Island (12%) und Schweden (6,5%). In China beträgt der Marktanteil lediglich 2,2%, in den Großstädten Beijing, Shanghai bzw. Shenzhen liegt er jedoch bereits über 10%.


18-15-4   
    
 

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Marchionne stellt seinen 2018/2022-Plan für FCA vor (2),
Der 2018/2022-Produktplan I ist im Vergleich zu 2016 völlig überarbeitet worden.  Die Entwicklung der Marken der Gruppe ist wie folgt:

Lancia:Streichung der Marke sobald der Ypsilon ausläuft (2019).

Fiat: Ersatz angekündigt für den Panda und den 500, der Punto läuft aber 2018 aus. 500L und 500X werden nicht ersetzt. Der Tipo läuft 2021 ohne Ersatz in Europa aus.

Alfa Romeo: Einführung von zwei Sportcoupes (GTV und 8C), zwei SUV (Kompakt- und obere Mittelklasse) sowie Giulietta-Nachfolger (Kompaktklasse). Der zukünftige Alfetta (obere Mittelklasse) wird nicht eingeführt und der Mito (Kleinwagensegment) wird nicht ersetzt.

Maserati: Einführung eines Mittelklasse-SUV (auf Alfa Stelvio-Basis), Ablösung von Ghibli, Quattroporte, Levante, und Ablösung von Gran Coupe und Gran Cabrio durch Alfieri Coupé und Cabriolet.

Chrysler: Streichung der Marke nach Auslaufen von 300 und Pacifica.

Dodge: Streichung der Marke nach Auslaufen von Charger, Challenger, Caravan, Journey und Durango.

Ram: Ersatz der aktuellen großen Pickups, hinzu kommt ein mittlerer Pickup.

Jeep: das Angebot steigt von fünf auf 11 Modelle, darunter der zukünftige Wagoneer, Grand Wagoneer, Grand Commander, Wrangler Pickup sowie ein kleineres SUV (Kleinstwagensegment) als der Renegade. 


18-15-2   
    
 

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Volkswagen wird drei neue Werke in China eröffnen,
Die Volkswagen-Gruppe hat jetzt ca. 15 Montagewerke in China, die sich über neun Städte verteilen: Shanghai (Kapazität 900.000 Fahrzeuge in drei Werken), Chengdu (600.000 in zwei Werken), Changsha (600.000 in zwei Werken), Changchun (600.000 in zwei Werken), Foshan (600.000 in zwei Werken), Urumqi (300.000), Yizheng (300.000), Nanjing (300.000), Ningbo (300.000).

Die Produktionskapazität der Volkswagen-Gruppe beträgt jetzt 4.500.000 Fahrzeuge im Jahr. Allerdings erreichte das Produktionsvolumen der Gruppe 2017 4.057.000 Fahrzeuge, was einem Absatzvolumen von 4.020.000 Fahrzeugen entspricht. Bis 2018 könnte es 4.300.000 Einheiten übersteigen und sich dem Sättigungsniveau annähern (das 2019 erreicht werden könnte).

Der deutsche Hersteller hat daher beschlossen, drei neue Werke in China zu eröffnen, zusammen mit einem seiner Partner, FAW. Diese werden in Qingdao, Foshan und Tianjin in den Provinzen Shandong, Guangdong bzw. Jing-Jin-Ji angesiedelt sein. Dadurch wird es möglich sein, mehr Fahrzeuge (vor allem SUV und Elektroautos) für den heimischen Markt herzustellen und eine Gesamtkapazität von mehr als 5 Mio. Einheiten bis 2020 zu erreichen. Die Volkswagen-Gruppe plant, bis 2025 ca. 40 neue Elektromodelle (PHEV und BEV) in China einzuführen. Diese Fahrzeuge sollen in sechs seiner chinesischen Werke gebaut werden, insbesondere unter der Marke SOL.


18-14-9   
    
 

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Marchionne stellt seinen 2018/2022-Plan für FCA vor (1),
Sergio Marchionne, Präsident der FCA-Gruppe, der das Unternehmen (der achtgrößte Hersteller der Welt) im April 2019 verlassen wird, hat seinen Plan für 2018/2022 vorgestellt. Dieser drastische Plan scheint der Höhepunkt der Rationalisierung der Gruppe zu sein, die vor einigen Jahren begann, und erinnert deutlich an die Strategie der britischen Gruppe British Leyland in den 70er Jahren, die Markenlöschung, Fokus auf Premium- (Rover, Jaguar) und SUV- (Land Rover) Produkte und die Fortsetzung der beliebten Einstiegsmodelle (Mini, Metro) umfasste.

Marchionne will 2019 Lancia und bis 2022 auch Chrysler und Dodge auslaufen lassen, zudem 2021 den Fiat Tipo vom europäischen Markt nehmen und sich dann auf die Premiummarken Alfa Romeo und Maserati (Ziel: 2022 400.000 Alfa Romeo und 100.000 Maserati) sowie die SUV-Marke Jeep und die LUV-Marke Ram (Ziel: 2022 2.000.000 Jeep und 1.000.000 Ram) konzentrieren. Ferner reduziert sich das europäische Fiat-Angebot auf den Panda und den 500 (Ziel: 2022 500.000), ergänzt durch das UV-Angebot (Fiorino, Doblo, Ducato).

Was die Motoren betrifft, so bestätigte Marchionne die Einstellung der Dieselmotoren für die PKW der Gruppe im Jahr 2021 (jedoch nicht für UV) und die allgemeine Einführung wiederaufladbarer und 100 % elektrischer Hybridmotoren für die gesamte Palette der PKW. Marchionne hat vor, auch nach April 2019 Präsident von Fiat zu bleiben.


18-15-1   
    
 

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PSA beendet die Produktion von C4 und DS 4 in Frankreich,
Die PSA-Gruppe hat wie erwartet die Produktion von Citroën C4 und DS4 in Mulhouse beendet und der im spanischen Villaverde hergestellte überarbeitete C4 Cactus soll die Nachfolge dieser beiden Modelle bis zu ihrer eigentlichen Ablösung 2020/2021 sicherstellen. Dieses Produktions-Aus kommt nur ein Jahr nach dem des Citroën C5 in Rennes.

Beide Modelle - C4 und DS4 - haben eine sehr unterschiedliche Absatzentwicklung hinter sich. Produktion der zweiten Generation C4, 2010 eingeführt, betrug 610.000 Einheiten, während der im gleichen Jahr eingeführte DS4 nicht über 170.000 Einheiten hinaus kam. Die beiden Kompaktlimousinen erlitten allerdings 2013/2014 einen ähnlichen Absatzrückgang, als der Peugeot 308, auch eine Kompaktlimousine und direkter Konkurrent des Citroën C4 und des DS4, eingeführt wurde. Das Produktionsvolumen der zweiten Generation des C4 bleibt weit unter dem der ersten Generation, die 1 Mio. Einheiten erreichte. Die zweite Generation litt zweifellos unter der Einführung von C4 Cactus, C4 Picasso, DS 4 und Peugeot 308.

Das Produktionsprogramm des Werks in Mulhouse für 2018-2021 zeigt die Ankunft von neuen Generationen des Peugeot 508 und Citroën C5, von DS4 und DS 4 Crossback, DS 7 Crossback und DS 9. Die neue Generation des Peugeot 2008 ist noch nicht bestätigt. Die PSA-Gruppe plant, 2022 400.000 Autos in Mulhouse herzustellen (gegenüber 250.000 2017).


18-14-10   
    
 

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