Marktbilanz China 9 Monate 2022,
Der chinesische Automobilmarkt (PKW+LUV) ist einer der wenigen großen Märkte, der im Jahr 2022 deutlich bessere Verkaufszahlen als in den Jahren 2020 und 2021 verzeichnet, insbesondere ab dem dritten Quartal.
Das dritte Quartal 2022 weist ein Verkaufsvolumen von 6,6 Millionen Einheiten auf, verglichen mit 4,9 Millionen Einheiten im dritten Quartal 2021 und 5,5 Millionen Einheiten im dritten Quartal 2020. Dies entspricht einem Anstieg von 35% im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 und 20% im Vergleich zu 2020.
Das Jahr 2020 war wie in anderen Ländern von der Covid 19-Krise geprägt gewesen, die zur Schließung von Autofabriken und -händlern führte, wodurch der Markt im Vergleich zu 2019 um 6% zurückging.
Die erste Jahreshälfte 2020 hatte mit 7,8 Millionen Verkäufen eine für China extrem niedrige Zahl aufgewiesen, die teilweise durch eine ordentliche zweite Jahreshälfte (12,4 Millionen Einheiten) aufgeholt wurde, wobei die Gesamtjahreszahl 20,2 Millionen Einheiten erreichte.
Das Jahr 2021 war ein Aufholjahr, in dem das Tempo des zweiten Halbjahres 2020 (21,5 Mio. Einheiten, davon 10,0 Mio. im ersten Halbjahr und 11,5 Mio. im zweiten Halbjahr) ziemlich genau eingehalten wurde.
In der ersten Hälfte des Jahres 2022 setzte sich dieses Tempo fort, unterbrochen von einer vorübergehenden Rückkehr der Covid-19-Krise im April, was zu einem Verkaufsvolumen von 10,3 Millionen in diesem Halbjahr führte, das entspricht in etwa dem Volumen der ersten Hälfte des Jahres 2021.
Bis Ende September 2022 wuchs der chinesische Markt im Vergleich zum Vorjahr um 14,5%, wobei 74% der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder HEVs, 20% BEVs und 6% PHEVs waren.
 
   
 

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Marktbilanz Japan 9 Monate 2022,
Der japanische Automobilmarkt (PKW+LUV) verzeichnete trotz der Covid-19- und der Halbleiterkrise in den Jahren 2020, 2021 und 2022 ein sehr ähnliches Zulassungsvolumen. Es scheint, dass die japanischen Hersteller weniger unter der Halbleiterkrise gelitten haben als die europäischen und amerikanischen Hersteller.
Im Jahr 2020 erreichte das Zulassungsvolumen 4,6 Millionen Einheiten und 4,4 Millionen Einheiten im Jahr 2021. Die Auswirkungen der Krisen waren also sehr gering. Allerdings ist zwischen 2020 und 2021 ein leichter Rückgang um 5 % zu beobachten.
Auf die erste Hälfte des Jahres 2020 entfielen 2,2 Millionen Einheiten und auf die zweite Hälfte 2,4 Millionen Einheiten.
Das erste Halbjahr 2021 umfasste 2,4 Millionen Einheiten und das zweite Halbjahr 2,0 Millionen Einheiten, wobei das zweite Halbjahr zwischen September und Dezember schwächelte.
Auf das erste Halbjahr 2022 entfielen 2,1 Millionen Einheiten, etwas weniger als in den Jahren 2020 und 2021, aber das dritte Quartal erreichte mit 1,0 Millionen Einheiten wieder das Niveau von 2021. Das dritte Quartal 2020 machte 1,2 Millionen Einheiten aus.
Das Jahr könnte mit einem Volumen von 4,2 Millionen Verkäufen enden, was einen weiteren Rückgang um 5% bedeuten würde, obwohl der japanische Markt in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 einen Rückgang von 10% verzeichnet, was dem Rückgang in Europa entspricht und geringer ist als der Rückgang in den USA (-12,7%). In diesem Zeitraum entfallen 98% auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder HEV, 1% auf BEV und 1% auf PHEV. 
 
   
 

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Inovev erwartet 75.000 Einheiten pro Jahr vom neuen Ford Mustang,
Die siebte Generation des Ford Mustang (Coupé und Cabriolet) wurde gerade enthüllt. Sie sieht der vorherigen Generation zum Verwechseln ähnlich und verfügt über die gleichen Verbrennungsmotoren. Der Hersteller hat angekündigt, dass dies die letzte Version des Modells mit Verbrennungsmotor sein wird, das bis spätestens 2030 durch ein Modell mit 100%igem Elektroantrieb ersetzt werden soll, wie der 2020 eingeführte SUV Mustang Mach-E, der nur dem Namen nach ein Mustang ist.
Der Mustang Mach-E verkaufte sich jedoch besser als der Mustang im Jahr 2022, da in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 weltweit 54.000 Einheiten verkauft wurden, im Vergleich zu 47.000 Mustangs mit Verbrennungsmotor.
Der Ford Mustang (dessen erste Generation aus dem Jahr 1964 stammt) bleibt trotz allem –erstens: der einzige PKW in den USA des Ford-Konzerns, da alle Ford- und Lincoln-Limousinen dort verschwunden sind. –zweitens: das meistverkaufte Auto der Kategorie "Pony Cars", vor dem Dodge Challenger und dem Chevrolet Camaro, die übrigens beide bis zum Jahresende eingestellt werden sollen.
Der Ford Mustang wird also 2023 das einzige noch produzierte Pony Car sein, was ihm laut Inovev ermöglichen wird, seine Verkaufszahlen, die in den Jahren 2020, 2021 und 2022 sehr niedrig waren, zu verbessern. Inovev rechnet bis 2030 mit 75.000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr, aber es stimmt, dass die Pony Cars nur noch einen sehr kleinen Teil des US-Marktes ausmachen. Ihr Absatz ist von 320.000 Einheiten im Jahr 2015 auf 120.000 Einheiten im Jahr 2022 zurückgegangen. In einer Zeit, in der SUVs allgegenwärtig sind und Elektrofahrzeuge stetig wachsen, sehen die Pony Cars ihren Einfluss schwinden.
 
   
 

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Marktbilanz Indien 9 Monate 2022,
Der indische Automobilmarkt (PKW+LUV) holte 2022 nach zwei schwachen Jahren 2020 und 2021 einen Teil seines Verlusts auf, da das Zulassungsvolumen 2020 nicht über 2,9 Mio. Einheiten und 2021 nicht über 3,7 Mio. Einheiten hinauskam, verglichen mit 3,8 Mio. Einheiten im Jahr 2019.
In der ersten Hälfte des Jahres 2022 wurden 1,9 Millionen Einheiten zugelassen, gegenüber 1,85 Millionen in der ersten Hälfte des Jahres 2021 und 1,0 Millionen in der ersten Hälfte des Jahres 2020, was einen kleinen Anstieg gegenüber dem Vorjahr und eine Verdoppelung des Volumens gegenüber 2020 bedeutet. Man liegt jedoch immer noch hinter den Zahlen, die im ersten Halbjahr 2019 erreicht wurden (über 2 Millionen Einheiten).
Das Jahr 2020 war von der Covid-19-Krise geprägt gewesen, die den indischen Markt im März, April und Mai aufgrund der Schließung von Fabriken und Autohäusern einbrechen ließ. Der indische Markt hatte sich in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 (1,9 Mio. Verkäufe) im Vergleich zur ersten Hälfte (1,0 Mio. Verkäufe) gut erholt.
Das Jahr 2021 begann mit dem gleichen Tempo wie das zweite Halbjahr 2020, aber der Mai stürzte aufgrund der Rückkehr des Covid 19 erneut ab. Das erste Halbjahr 2021 endete mit einem Volumen von 1,9 Millionen Verkäufen. Die zweite Jahreshälfte setzte dieses Tempo mit 1,8 Millionen Verkäufen fort.
In den ersten neun Monaten 2022 wuchs der indische Markt um 5,5% im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2021, was nach China die beste Leistung für einen großen globalen Markt ist. In diesem Zeitraum entfallen 99% auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder HEV und 1% auf BEV.
 
   
 

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Zukünftige Produktion von Elektroautos in Europa 2023-2030,
Österreich: Hier wird seit 2018 nur ein Model, der Jaguar I-Pace, produziert. Inovev rechnet mit einer Produktionssteigerung von 89% im Zeitraum 2023 (12.872 BEVs) bis 2030 (24.315 BEVs).
Belgien: Hier begann die BEV Produktion 2019 mit dem Audi E-Tron. Mittlerweile werden auch die BEV-Modelle C40 und XC40 von Volvo hier hergestellt. Inovev rechnet mit einer Produktionssteigerung von 89% im Zeitraum 2023 (88.112 BEVs) bis 2030 (166.447 BEVs).
Czech Republic: Ein Späterzünder in der BEV-Produktion, hat aber schnell aufgeholt mit der Produktion des Hyundai Kona ab 2020 und des Skoda Enyaq ab 2021. Inovev rechnet mit einer Produktionssteigerung von 89% im Zeitraum 2023 (110.825 BEVs) bis 2030 (209.351 BEVs).
Frankreich: Das europäische Pionierland im Bereich BEV startete früh mit der Produktion vollerlektrischer Modelle, wie dem Renault Zoe oder dem Smart Fortwo. Ab 2023 werden neue Modelle wie der DS7 Crossback, Nissan Micra und die Renaultmodelle R4, R5 und Scenic in Frankreich produziert. Inovev rechnet mit einer Produktionssteigerung von 204% im Zeitraum 2023 (271.789 BEVs) bis 2030 (826.908 BEVs).
Deutschland: Das europäische Land in dem die meisten Fahrzeuge hergestellt werden, wird als solches auch bei der BEV-Produktion eine wichtige Rolle spielen, schon alleine dadurch, dass es auf absehbare Zeit der einzige europäische Produktionsstandort Teslas sein wird. Inovev rechnet mit einer Produktionssteigerung von 81% im Zeitraum 2023 (665.274 BEVs) bis 2030 (1.207.804 BEVs).
Italien: Italien hatte mit dem Carsharing-Model Bluecar von Bollore, zwischen 2012 und 2015 eine Produktion von BEVs. Nach dessen Einstellung, wurde die Produktion von BEVs erst 2020 mit dem Fiat 500e wieder aufgenommen. Inovev rechnet mit einer Produktionssteigerung von 29% im Zeitraum 2023 (148.160 BEVs) bis 2030 (191.778 BEVs).
Slovakei und Slovenien: Beide Länder produzieren BEVs, deren Produktionen dort zukünftig eingestellt werden, so der Peugeot 208 (EOP 2026) und der VW UP! (EOP 2025)  In der Slovakei und der E-Twingo (EOP 2024) in Slovenien. Da die automobile Zukunft in Europa elektrisch sein dürfte, müssen sich diese Länder schnell Ersatz suchen.
Spanien: Dort wurde 2014 mit der Produktion von BEVs begonnen, mit dem LUV von Nissan NV200. Noch mit eher Mittelmäßigen Produktionszahlen hat Spanien das Potential der wichtigste Produktionsstandort für BEVs in Europa werden zu können. Ab 2025 sollen die neuen Modelle Cupras, Tavascan und Urban Rebel produziert werden, ab 2026 wird die Produktion des elektrischen Peugeot 208 von der Slovakei nach Spanien verschoben. AB 2025 soll auch die Produktion des VW ID2 starten. Inovev rechnet mit einer Produktionssteigerung von 1.187% im Zeitraum 2023 (127.476 BEVs) bis 2030 (1.640.292 BEVs).
Großbritannien: Im vereinigten Königreich war 2012 der Nissan Leaf das erste produzierte BEV.Es kamen der Opel (Vauxhall) Vivaro und die elektrischen Modelle von Mini hinzu. Inovev rechnet mit einer Produktionssteigerung von 89% im Zeitraum 2023 (65.536 BEVs) bis 2030 (123.797 BEVs), dank der elektrischen Modelle von Jaguar und Land Rover.
Europas Autoproduktion wird elektrisch und der ökologischen Entwicklung, der Konkurenz aus Asien sowie den Regulierungen der EU zu Emissionswerten zufolge, muss er das auch werden. Inovev rechnet mit einer Produktionssteigerung in Europa von 175% im Zeitraum 2023 (1.596.472 BEVs) bis 2030 (4.390.692 BEVs). Spanien, Deutschland und Frankreich werden zukünftig die mit Abstand wichtigsten europäischen Produktionsstandorte für vollelektrische Fahrzeuge werden.
 
   
 

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