2017 läuft die gesamte Produktion in Australien aus,

 

In den letzten 10 Jahren ist die Produktion in Australien kontinuierlich zurückgegangen, sodass heute nur noch drei große Autohersteller dort Produktion betreiben: Toyota, General-Motors (Holden) und Ford. Mitsubishi beendete seine Aktivitäten 2008. Ford wird sich 2016 zurückziehen, die anderen beiden 2017.

Diese Hersteller verlassen Australien, weil das Land keine wettbewerbsfähige Grundlage mehr bietet. Die Löhne in der australischen Automobilindustrie sind mit die höchsten der entwickelten Welt und können mit denen der südost-asiatischen Nachbarn nicht konkurrieren. Holden, der weniger als 80.000 Autos jährlich in Adelaide herstellt, schätzt die Differenz zwischen der Produktion in seinem australischen Werk und dem Durchschnitt in den anderen Werken auf 3750 Dollar pro Fahrzeug. Australien ist das zweitteuerste Land für die Produktion von Autoteilen, vor allem aufgrund seiner geographischen Lage.

Außerdem ist der Kostenvorteil der heimischen Produktion aufgrund der niedrigen Zolltarife für Importe gering. Ferner steht den Herstellern ein relativ geringer heimischer Markt gegenüber (knapp über eine Million neue PKW, die jedes Jahr gekauft werden), auf dem große Konkurrenz herrscht, der wenig exportiert und der kein attraktiver Standort für ein Werk darstellt.

Deswegen sind die Importe in den vergangenen 10 Jahren sukzessiv gestiegen, von 600.000 Einheiten 2005 auf 900.000 2015. Mit der Schließung der australischen Werke 2016 und 2017 werden die lokalen Zulassungen ausschließlich aus Importfahrzeugne bestehen, hauptsächlich aus Südost-Asien, Korea und Japan.

16-08-4
   

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Der südafrikanische Markt im Überblick 2015,

 

Der südafrikanische Automobilmarkt ging 2015 um 4,2% auf 0,59 Mio. Fahrzeuge (PKW+LUV) zurück. Allerdings steht der Markt im Vergleich zu den letzten 10 Jahren gut da, weil es schwierig gewesen ist, die Schwelle von 600.000 Fahrzeugen zu erreichen.

Einen Großteil des südafrikanischen Marktes machen Pickups aus. Diese behaupten jährlich 25% des Absatzes in Südafrika, mehr als die SUV (17%). Limousinen stellen knapp über 50% des Marktes dar.

Nach Herstellern betrachtet führt weiterhin die Toyota-Gruppe (20,3% Marktanteil, -5,0%)  in Südafrika, vor der Volkswagen-Gruppe (16,8% Marktanteil, -8,5%), Ford (13,3% Marktanteil, +10,4%), Renault-Nissan (11,6% Marktanteil, +4,5%), Hyundai-Kia (9,8% Marktanteil,  -11,4%), GM (6,4% Marktanteil, -10,7%), Daimler (4,3% Marktanteil, -13,1%), BMW (4,0% Marktanteil, -11,2%), Isuzu (2,8% Marktanteil, +5,3%) und Honda (1,9% Marktanteil, +8,8%). Das größte Wachstum am Markt verzeichneten Ford und Honda. Hyundai-Kia, GM, Daimler und BMW verloren am meisten.

Die Top 10 der Verkaufsstatistik 2015 in Südafrika sind: Toyota Hilux (35.684 Fahrzeuge), Ford Ranger (33.916), VW Polo Vivo (31.384), VW Polo (24.573), Toyota Corolla (23.542), Nissan NP200 (18.124), Chevrolet Pickup (16.341), Isuzu D-Max (16.318), Toyota Etios (16.270) und Mercedes C-Klasse (12.562). Unter den Top 10 sind drei Toyota-Modelle, am auffallendsten ist aber die Anwesenheit von fünf Pickups unter den Top 10. Der Nissan NP200 ist ein Kompakt-Pickup auf Dacia Logan-Basis. Der Chevrolet Utility ist ein Kompakt-Pickup der mit dem Nissan NP200 konkurriert und in anderen Regionen unter dem Namen Montana vertrieben wird.

16-08-5
   

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Der australische Markt im Überblick 2015,

 

Der australische Automobilmarkt expandierte 2015 um 3,8% auf 1,12 Mio. Fahrzeuge (PKW und LUV). Dies stellt einen neuen Rekordwert für diesen Markt dar.SUV machten 2015 36,5% des Verkaufsvolumens aus, im Vergleich zu 32,5% 2014. Limousinen stellten 2015 46% der Verkäufe dar, gegenüber 49% 2014. Der Pickup-Absatz blieb mit 10% Marktanteil stabil.

Nach Marken betrachtet, führt weiterhin Toyota (18,3% des Marktes, +1,0%) am australischen Markt, weit vor Mazda (10,2% Marktanteil, +13,2%), Holden-GM (9,2% Marktanteil, -3,0%), Hyundai (9,1% Marktanteil, +2,0%), Mitsubishi (6,4% Marktanteil, +4,5%), Ford (6,3% Marktanteil, -11,6%), Nissan (5,9% Marktanteil, +0,1%), Volkswagen (5,4% Marktanteil, +9,9%), Subaru (3,9% Marktanteil, +7,6%) und Honda  (3,6% Marktanteil, +21,5%). Von diesen 10 Marken ging der Absatz in Australien im letzten Jahr bei lediglich zwei US-Marken (Holden und Ford) zurück. Dieser Markt wird zunehmend von den japanischen Marken dominiert (diese machten im letzten Jahr 48% des Absatzes aus, im Vergleich zu 47% im Vorjahr).

Die Top 10 der Verkaufsstatistik 2015 in Australien sind: Toyota Corolla (42.073 Fahrzeuge), Mazda 3 (38.644), Toyota Hilux (35.161), Hyundai i30 (32.306), Ford Ranger (29.185), Holden Commodore (27.770), Toyota Camry (27.654), Mitsubishi L200 (25.338), Mazda CX5 (25.136) und Volkswagen Golf (22.662). Fünf dieser 10 Modelle stammen aus heimischer Produktion (Corolla, Camry, Hilux, Ranger, Commodore), dies wird aber ab 2018 nicht mehr der Fall sein, da die Produktion in allen australischen Werken Ende 2017 ausläuft. Unter den Top 10 sind drei Pickups (Hilux, Ranger, L200).

16-08-3
   

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BMW wird mit der CLAR-Plattform 1,5 Mio. Modelle jährlich produzieren,

 

Die BMW-Gruppe hat eine neue modulare Plattform entwickelt (CLAR), die in allen Modellen mit Hinterradantrieb (RWD) zum Einsatz kommen soll (zunächst für die neuste 7er Reihe, in Zukunft auch für die 5er, 3er, 4er und 6er Reihen) sowie für künftige SUV (X3, X4, X5, X6) und Rolls-Royce-Modelle.

Diese neue gemeinsame Plattform ist die zweite der BMW-Gruppe nach der UKL-Plattform, die in allen Modellen mit Vorderradantrieb (FWD) verwendet wird (Mini, Active Tourer, Gran Tourer, X1 sowie in zukünftigen 1er, 2er und X2).

Fast eine Million Modelle sollen mit diesen Plattformen mit UKL hergestellt werden und knapp 1,5 Mio. mit CLAR.Ziel von BMW ist es, jährlich 2,5 Mio. Fahrzeuge global abzusetzen (gegenüber 2,25 Mio. 2015).

Modulare Plattformen, die Fahrzeugteile rationalisieren und das Fahrzeuggewicht wesentlich reduzieren, sind in den letzten Jahren von den großen Herstellern rapide entwickelt worden. Die heutigen Plattformen sind MQB, MLB und MSB (Spitzenmodelle) von Volkswagen, CMF von Renault-Nissan (Mittelklasse), CMP1 (Kleinwagen) und EMP2 (Mittelklasse) von PSA Peugeot-Citroën, MFA (FWD) und MRA (RWD) von Mercedes, CMA (Kompaktklasse) und SPA (große Modelle) von Volvo. 

16-08-2
   

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Produktionsprognosen für die USA 2016 (PKW + LCV),

 

Seit 2009 ist die Automobilproduktion in den USA stetig angestiegen auf 12,2 Mio. Einheiten 2015. Dieses Niveau wurde bereits 2005 erreicht. Dieser Anstieg der US-Produktion hat das seit 2009 ununterbrochene Wachstum des US-Marktes untermauert.

Für 2016 bleibt Inovev jedoch vorsichtig, erstens weil der US-Markt voraussichtlich langsamer wachsen wird, nach dem starken Wachstum der vergangenen Jahre in denen die seit 2005 nicht getätigten Käufe nachgeholt worden sind, zweitens der US-Markt begünstigt die mexikanische Produktion mehr als die in den USA, da sich die Produktion in Mexiko zwischen 2005 und 2015 mehr als verdoppelt hat, während im gleichen Zeitraum die Produktion in den USA nicht zugenommen hat.

Ferner wird ab Frühjahr 2016 der Export von Fahrzeugen amerikanischer Marken (zuerst Buick-Modelle) von China in die USA beginnen und die US-Produktion negativ beeinflussen. Die neue Strategie der GM-Gruppe wird von der chinesischen Regierung, die den Rückgang der chinesischen Autoexporte (-20% 2015 und sogar -30% in den ersten beiden Monaten 2016) sorgenvoll beobachtet, unterstützt.

Als Folge dieser drei Parametererwartet Inovev für 2016 im Vergleich zu 2015 eine Stabilisierung bzw. einen leichten Rückgang der US-Produktion.Das Volumen dürfte also ca. 12 Mio. Einheiten betragen und damit wenig Unterschied zum Vorjahr aufweisen.


16-07-10   

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