Renault nimmt den Betrieb in Pakistan auf,
Der pakistanische Markt erlebt die gleiche Entwicklung wie die Schwellenmärkte im allgemeinen, nämlich ein Auf und Ab zwischen positiven und negativen Jahren. Beobachtet man allerdings die Entwicklung über einen Jahrzehnt, stellt man fest, dass der pakistanische Markt von ca. 150.000 auf rund 200.000 Einheiten zugenommen hat. 2016 wurde ein Absatz von 211.000 Einheiten verzeichnet (gegenüber 229.000 2015).

Der pakistanische Markt wird fast komplett aus heimischer Produktion beliefert (215.000 Einheiten 2016 verglichen mit 230.000 2015). Drei japanische Hersteller machen 98% der Produktion und des Absatzes aus: Suzuki, Toyota und Honda. Wie in Indien werden hauptsächlich Kleinst- und Kleinwagen produziert.

Renault hat jüngst angekündigt, den Betrieb in Pakistan aufnehmen zu wollen, da dieses Land mit seiner großen Bevölkerung (200 Mio. Einwohner) und sehr niedriger PKW-Dichte (ca. 16 Einheiten pro 1.000 Einwohner) ein großes Potential bereitstellt (Renault erwartet ein jährliches Marktwachstum von 10%).

Die Fahrzeugmontage wird in einem komplett neuen Werk in Karachi in Verbindung mit dem in Dubai ansässigen Unternehmen Al-Futtaim stattfinden. Der Verkauf von Fahrzeugen der Marke Renault wird 2019 beginnen. Angesichts der aktuellen Marktlage in Pakistan könnte es sich bei der Produktion um das Kleinstfahrzeug Kwid handeln, das in Indien Erfolg genießt.


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Sind Mini- und Kompaktvans am Ende?,
Die Entwicklung der kleinen SUV hat nach und nach zu einem Auslaufen der Minivan-Produktion in Europa geführt: der Renault Captur hat 2013 den Renault Modus verdrängt, der Fiat 500X den Fiat Idea und den Lancia Musa 2014, der Opel Crossland den Opel Meriva 2017, der Citroën C3 Aircross den Citroën C3 Picasso 2017 und der Ford Ecosport den Ford B-Max, ebenfalls 2017. 2018 werden der Hyundai iX20 und der Kia Venga mit Sicherheit von den neulich eingeführten Klein-SUV Hyundai Kona und Kia Stonic verdrängt werden.

In Europa fiel die Minivan-Produktion von 600.000 Einheiten im Jahr 2005 auf 200.000 2017 (-67% in 12 Jahren), während die der Klein-SUV im gleichen Zeitraum von 0 auf 1.400.000 Einheiten expandierte.

Bis 2020 werden die Minivans wahrscheinlich komplett verschwunden sein. Jetzt stellt sich die Frage, ob dies ebenfalls bei den Kompaktvans zutreffen wird.

Auch diese Fahrzeuge verlieren stark; ihre Produktion in Europa fiel von 1.500.000 Einheiten 2005 auf 750.000 Einheiten 2017 (-50% in 12 Jahren), während die der Kompakt-SUV von 0 auf 2.300.000 Einheiten gestiegen ist. Ein Rückgang der Kompaktvans scheint unausweichlich, laut Meinung von Inovev allerdings nicht während der kommenden drei Jahre, sondern ca. 2025-2030.


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