Der indische Markt ist in den ersten 9 Monaten 2017 um 9,1% gestiegen,
Der indische Markt (PKW+LUV) stieg während der ersten 9 Monate 2017 um 9,1%, mit einem Volumen von 3,0 Mio. Einheiten. Im September 2017 betrug der Anstieg sogar 13,9%, was den Beschleunigungstrend bestätigt, der seit einigen Monaten zu beobachten ist.

Setzt sich dieses Tempo fort, könnte der indische Markt 2017 4 Mio. PKW + LUV-Zulassungen erreichen, nach 3,67 Mio. 2016, 3 Mio. 2010 und 1 Mio. 2004. Der Hersteller Maruti-Suzuki allein macht 40% des indischen Marktes aus.

Das Durchstarten des indischen Marktes datiert aus dem gleichen Zeitraum wie das des chinesischen Marktes, ist allerdings trotz einer ähnlich großen Bevölkerung in Bezug auf das Volumen kleiner (der chinesische Markt wird 2017 eher 30 Mio. Einheiten erreichen).

In Indien sind die mittleren Bevölkerungsschichten, die sich neue Fahrzeuge leisten können, wesentlich kleiner als in China. Der Motorisierungsgrad in China ist dreimal so hoch wie in Indien (125 vs. 50 Autos pro 1.000 Einwohner). Ferner sind die meisten in Indien verkauften Modelle Kleinst- bzw. Kleinwagen, während in China Modelle der Kompakt- bzw. Mittelklasse verbreiteter sind. Der Unterschied zwischen Indien und China ist damit bedeutend.

Das Wachstum des indischen Marktes dürfte sich in den kommenden Jahren fortsetzen, sogar noch mehr als in China, der Abstand zwischen den Volumen der beiden Märkte bleibt jedoch erheblich.


17-23-9   

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Der chinesische Markt ist in den ersten 9 Monaten 2017 um 4,8% gestiegen,
Der chinesische Markt (PKW+LUV) stieg in den ersten 9 Monaten 2017 um 4,8% mit einem Volumen von 20,2 Mio. Einheiten.

Dieses Ergebnis bestätigt den seit Beginn des Sommers zu beobachtenden Trend, d.h. Wachstum um ca. 5% und damit viel niedriger als im Jahr 2016, das im Zeichen der Kaufprämien stand (Steuerreduzierung für Modelle unter 1600cc). Bei diesem Tempo dürfte der chinesische Markt im Gesamtjahr zwischen 29 Mio. und 29,5 Mio. Zulassungen erreichen. Diese Zahl stellt 30% des globalen Marktes dar.

China hat 46 nationale Hersteller sowie 15 ausländische Hersteller, d.h. 61 Hersteller, die im Land produzieren. Damit ist es das Land mit den meisten Automobilherstellern. Diese Zahl wird voraussichtlich in den kommenden fünf Jahren auf ca. 40 zurückgehen.

2017 machen sieben Hersteller über die Hälfte des chinesischen Marktes aus: die Volkswagen-Gruppe (15%), die GM-Gruppe (14%), Honda (5%), Changan (5%), Geely (5%), Renault-Nissan (5%) und Toyota (5%). Von diesen sieben sind zwei unabhängige chinesische Hersteller (Changan und Geely), zwei Europäer (Volkswagen und Renault-Nissan), zwei Japaner (Honda und Toyota) und ein Amerikaner (GM).


17-23-10   

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Der europäische Markt (29 Länder) ist in den ersten 9 Monaten 2017 um 3,6% gestiegen,
In den ersten 9 Monaten 2017 ist der europäische Markt (29 Länder) um 3,6% gestiegen, mit einem Volumen von 13,54 Mio. Einheiten. Im September 2017 allerdings ging er um 2% zurück.

Dieser Rückgang im September erklärt sich durch die schlechten Ergebnisse der beiden größten europäischen Märkte: Deutschland (-3,3%) und Großbritannien (-9,3%). Der britische Markt geht seit der Einführung neuer Abgaben im ersten Halbjahr 2017 weiter zurück und es zeigen sich die ersten Auswirkungen des Brexit. In den ersten 9 Monaten 2017 fiel der britische Markt um fast 4%. In Deutschland kann das politische Umfeld den Automobilmarkt negativ beeinflusst haben („Abwarten“). In der Summe der ersten 9 Monate 2017 ist das Ergebnis jedoch positiv (+2,2%).

Insgesamt scheint der Markt im zweiten Halbjahr langsamer zu werden, da die Anzahl der Länder mit einer negativen Absatzentwicklung im September auf 11 stieg, nach 7 im August, 5 im Juli und 5 im Juni.

Inovev erwartet für 2017 eine Erhöhung um 3,2% für den europäischen Markt (29 Länder) auf ein Volumen von 17,6 Mio. Einheiten, verglichen mit 17,1 Mio. 2016 und 18,7 Mio. 2007. Das geschätzte Volumen für 2017 ist aber der beste Wert seit dem 2007 erzielten Rekord. Drei Hersteller machen zusammen mehr als 50% der europäischen Zulassungen aus: die Volkswagen-Gruppe (23%), die PSA-Gruppe (16%) und die Renault-Nissan-Gruppe (15%).


17-23-6   

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Der japanische Markt ist in den ersten 9 Monaten 2017 um 8,8% gestiegen,
Der japanische Markt (PKW + LUV) ist in den ersten 9 Monaten 2017 um 8,8% gestiegen. Das Absatzvolumen der ersten 9 Monate 2017 betrug 4,11 Mio. Einheiten.

Allerdings war das Wachstum im September 2017 schwächer (unter 5%), was auf eine Verlangsamung gegenüber der letzten 6 Monate hindeutet. Diese Verlangsamung könnte im letzten Quartal des Jahres noch deutlicher werden. Dieser seit Ende des Sommers zu beobachtende Trend ist enttäuschend, weil im letzten Quartal 2016 dem japanischen Markt nach den Rückgängen 2015 und 2016 (die ersten 3 Quartale) ein guter Neustart gelungen war.

Wie Inovev seit einigen Jahren vermutet hat, wird der japanische Markt seine Höchstwerte nicht mehr erreichen können; die Gründe hierfür sind ein hoher Motorisierungsgrad, ein gesättigter Automobilbestand, die Alterung der Bevölkerung sowie das mangelnde Interesse seitens der jüngeren Generationen in Bezug auf dieser Art der Mobilität. Honda hat jüngst diese Prognosen bestätigt und festgestellt, dass der japanische Markt mittel- bzw. langfristig nicht zunehmen wird. Unter anderem aus diesem Grund ist das historische Werk in Sayama geschlossen worden, dort wo die Geschichte des Unternehmens in den 60ern begann.

2017 dürfte damit mit einem Zulassungsvolumen von ca. 5,3 Mio. Einheiten schließen, gegenüber 5 Mio. 2016, aber 5,4 Mio. 2014, 5,9 Mio. 2005 und 6 Mio. im Jahr 2000.


17-23-8   

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Der russische Markt ist in den ersten 9 Monaten 2017 um 10,6% gestiegen,
Der russische Markt (PKW+LUV) stieg in den ersten 9 Monaten 2017 um 10,6% mit einem Volumen von 1,13 Mio. Einheiten. Diese Erholung beendet den vier Jahre andauernden Rückgang von 2013 bis 2016. Scheinbar sind die Kunden nun wieder zuversichtlicher, und die Reduzierung der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland sowie die steuerlichen Anreize der russischen Regierung ermöglichen es einigen Kunden, Nachholkäufe zu tätigen, die einige Jahre lang aufgeschoben worden waren.

Das Jahr 2017 könnte in Russland mit einem Volumen von 1,6 Mio. Einheiten schließen, gegenüber 1,42 Mio. Einheiten 2016 und 1,6 Mio. Einheiten 2015. Damit wäre der Markt wieder auf dem Niveau von 2015, allerdings noch weit entfernt von den Zahlen von 2012 (2,93 Mio. Einheiten) bzw. 2008 (2,85 Mio. Einheiten).

2017 zeichnet sich durch eine Verlagerung in Richtung heimisch gebaute Modelle aus. In Russland gekaufte und gebaute Modelle machen in diesem Jahr 84% der Zulassungen aus, im Vergleich zu 79% 2016 und 66% 2012. Folglich sind die Importe bedeutend gefallen. Sie nahmen von 1 Mio. Einheiten 2012 auf 300.000 2016 ab und werden 2017 voraussichtlich 200.000 betragen, d.h. minus 80% in sechs Jahren. Auslöser hierfür ist die Politik der russischen Regierung, die in Russland verkauften Fahrzeuge lokal herzustellen, inklusive der Verlagerung von SKD-Produktion (Semi Knock Down) in Richtung CKD (Complete Knock Down).


17-23-7   

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