Ford baut sein Pickup- und SUV-Angebot weiter aus,
Die Ford-Gruppe, zur Zeit sechst größter Autobauer der Welt (6,7 Mio. Fahrzeuge 2016 verkauft), hat beschlossen, sich wieder auf ihre rentabelsten Kategorien, nämlich Pickup und SUV, zu konzentrieren.

Ford ist momentan der größte Pickup-Hersteller der Welt (1,2 Mio. Einheiten 2016) und sechst größter SUV-Hersteller (1,7 Mio. Einheiten 2016).

Diese beiden Kategorien machen bereits 43 % des globalen Absatzes von Ford aus (in den USA sogar 73 %). Ziel des Herstellers ist es, weltweit 50 % zu erreichen bzw. zu übertreffen, in den USA 75 %.

Um dies zu erreichen, hat die Ford-Gruppe beschlossen, die eigentlich für die Entwicklung von Kompakt- (Focus) bzw. Klein-Limousinen (Fiesta) vorgesehenen Investitionen nun für die Entwicklung von Pickups und SUV zu verwenden.

Darüber hinaus will der Hersteller seine Produktion in Ländern ausbauen, wo die Lohnkosten niedriger sind: der zukünftige für Nordamerika bestimmte Ford Focus wird in China hergestellt werden.

Schließlich will Ford in der Entwicklung von Elektrofahrzeugen investieren und hat 13 neue solche Modelle bis 2022 angekündigt. Der Hersteller nimmt davon Notiz, dass China und Europa (wo er jährlich 2 Mio. Fahrzeuge verkauft) ihre ökologische Ziele ausweiten wird (anders als die USA), und dass dies zu strengeren Umweltstandards führen wird.


17-22-8   

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Honda wird sein Werk im japanischen Sayama schließen,
Honda hat angekündigt, bis 2022 in einem seiner japanischen Werke die Autoproduktion auslaufen zu lassen. Damit reduziert sich die Kapazität am heimischen Markt um fast 25 %, d.h. 300.000 von 1.200.000 Einheiten.

Der Hersteller betrachtet den japanischen Markt der kommenden Jahre als schleppend, und glaubt, mit einer Kapazität von 900.000 Einheiten anstatt 1.200.000 Einheiten im Jahr die heimische Nachfrage befriedigen zu können, da er 2016 nicht mehr als 800.000 Fahrzeuge im Land produzierte und 2017 dieses Volumen nicht übertreffen wird.

Eine Analyse der Lage bei Honda zeigt, dass:

1. seine Produktion in Japan weiter zurückgeht, während die in China und den USA weiter steigt und jetzt die japanische Produktion bei weitem übersteigt.

2. das Werk im japanischen Sayama (das historische Honda-Werk) lediglich 12,5% der Honda Produktion in Japan produziert (verglichen mit 25% 2010 und 40% 2005). Das Sayama-Werk hat Modelle verloren, die entweder jetzt im Ausland etabliert sind oder am Markt keinen Platz gefunden haben.

 -  Dieses Werk wird daher 2022 schließen, nachdem die letzten dort produzierten Modelle in andere nicht ausgelastete Honda-Werke in Japan verlagert werden. Die Internationalisierung der Honda-Produktion geht damit zu Lasten Japans.


17-22-6   

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Wie auch Mercedes plant BMW den Bau eines Werkes in Russland,
Nach Mercedes, der ein Montagewerk nahe Moskau errichtet, ist nun BMW an der Reihe und hat den möglichen Bau eines Werkes in Russland angekündigt, um die Bestseller der Marke vor Ort zu produzieren, nämlich die 3er und 5er Limousinen sowie die SUV X1, X3, X4, X5 und X6.

2016 verkaufte BMW 27.500 Fahrzeuge in Russland, wovon 20.000 vor Ort gebaut wurden. Dies ist deutlich weniger als im Jahr 2013; damals verkaufte BMW mehr als 40.000 Fahrzeuge, davon 30.000 vor Ort produziert. Der bayerische Hersteller benutzt zur Zeit einen Teil des Werkes des russischen Herstellers Avtotor in Kaliningrad.

BMW teilt das Werk mit anderen Herstellern wie Hyundai und Kia, früher auch mit Chevrolet und Opel. Die Kapazität des Avtotor-Werkes beträgt 250.000 Fahrzeuge im Jahr, allerdings ist BMW nie über 30.000 Fahrzeuge im Jahr hinaus gekommen. Der deutsche Hersteller hat aber lieber sein eigenes Werk, da es eine fragile und nicht unbedingt flexible Alternative bleibt, ein Werk von einem Dritten zu mieten.

Die 2017 festzustellende Erholung am russischen Markt sowie der stetige Anstieg des Marktanteils der Premiummarken in Russland hat BMW ermutigt, wie Mercedes sich mit eigenen Mitteln im Land zu etablieren, um fast all seiner in Russland abgesetzten Fahrzeuge auch dort zu bauen, d.h. 40.000 bis 50.000 Fahrzeuge in Jahr.


17-22-5   

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PSA-Mitsubishi-Werk in Kaluga könnte 100% Mitsubishi werden,
Nach dem Start 2010 hat das Kaluga-Automobilwerk in Russland, zu je 50% im Besitz von PSA und Mitsubishi, 2011 insgesamt 36.000 PSA- und 9.000 Mitsubishi-Autos produziert, seitdem ist jedoch das Produktionsvolumen der PSA-Gruppe eingebrochen:  2015 wurden nur 5.000 Autos produziert, 2016 weniger als 4.000 und 2017 weniger als 3.000. Wenn es so weiter geht, könnte die Produktion von PKW der PSA-Gruppe (Citroën C4 und Peugeot 408) vor 2020 auslaufen.

Auf der anderen Seite ist die Produktion von Mitsubishi 2014 auf 33.000 Einheiten gestiegen, bevor auch sie 2016 auf 14.000 und 2017 auf unter 12.000 gefallen ist (immer noch viermal so viel wie PSA).

Insgesamt hat PSA seit dem Bau des Kaluga-Werks 135.000 Autos produziert und Mitsubishi 115.000, weit entfernt von der Kapazität des Werkes und auch von den Zielen der beiden Hersteller.

Angesichts der Tatsache, dass Mitsubishi vor Kurzem von der Renault-Nissan-Gruppe übernommen wurde und dass die Verbindungen zwischen PSA und Mitsubishi sich im Laufe der Zeit auflösen werden (geplante Beendigung der Zusammenarbeit im Bereich Elektrofahrzeuge und SUV), ist es möglich, dass das Kaluga-Werk von PSA aufgegeben und von Mitsubishi übernommen wird (für die SUV-Produktion), oder aber geschlossen werden könnte.


17-22-4   

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Der Dieselrückgang wird durch einen Anstieg an Benzinern in Europa ausgeglichen,
Der Marktanteil an Dieselfahrzeugen bei den Neuzulassungen in der EU fiel im ersten Halbjahr 2017 auf 46,3% verglichen mit 50,2% im Vorjahreszeitraum, d.h. mehr als 150.000 Dieselautos weniger.

Dieser Rückgang wurde größtenteils durch einen Anstieg beim Absatz an Benzinern ausgeglichen. Der Marktanteil der Hybrid- und Elektroautos blieb mit ca. 4% des Marktes sehr niedrig (2,4% nicht aufladbare Hybrid, 0,8% aufladbare Hybrid und 0,8% BEV). Fahrzeuge mit Propan bzw. Erdgas machten weniger als 1,5% des Marktes aus.

Benziner stellen damit jetzt 48,5% der PKW-Zulassungen in der EU dar, verglichen mit 45,8% im letzten Jahr, d.h. über 300.000 zusätzliche Benzinfahrzeuge.

Die Hersteller warnen, dass die Verlagerung in Richtung Benzinmotoren mit höheren CO2-Emissionen die Erreichung der zukünftigen reduzierten CO2-Ziele schwieriger machen wird.

Ihren Angaben zufolge wird eine plötzliche Verschiebung von Diesel zu Benzin die CO2-Emissionen erhöhen, da der Marktanteil der Elektromotoren nach wie vor niedrig ist. Sie empfehlen daher, einen bedeutenden Anteil an Dieselfahrzeugen an den Neuzulassungen beizubehalten, bis sich eine wesentliche Ausweitung an Autos mit alternativem Antrieb einstellt.


17-22-2   

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