Opel / Vauxhall und das Talbot-Syndrom,
Die Übernahme der europäischen Tochtergesellschaften von GM durch PSA 2017 erinnert an die Übernahme der europäischen Tochtergesellschaften von Chrysler ebenfalls durch PSA 1978. Somit haben zwei der drei größten amerikanischen Hersteller entschieden, den europäischen Kontinent zu verlassen, um sich auf andere Regionen zu konzentrieren, die für gewinnbringender erachtet werden, verbunden mit dem Verkauf ihrer europäischen Tochtergesellschaften an die gleiche französische Gruppe.

Betrachtet man die Folgen des Kaufs von Chrysler Europe durch PSA 1978, stellt man fest, dass die Marke Peugeot (mit Zusammenschluss der Peugeot- und Talbot-Netzwerke 1981) innerhalb weniger Jahre ihren Absatz verdoppeln konnte, während die Marke Talbot (neuer Name von Chrysler Europe ab 1979) 1986 verschwunden ist.

Könnte das gleiche bei Opel / Vauxhall passieren? Inovev glaubt, dass die europäischen Kunden (besonders die deutschen und die britischen) sich weiterhin zu Opel und Vauxhall bekennen, und dass es ein strategischer Fehler wäre, die Netzwerke von Peugeot, Opel und Vauxhall zu fusionieren. PSA würde schnell viele Kunden dieser beiden Marken verlieren.

Mit der Reduzierung der Gewinnschwelle bei dem Produktionsvolumen von Opel / Vauxhall für 2020 von 1.200.000 auf 800.000 Fahrzeuge im Jahr - wie zuletzt von PSA angekündigt - dürften diese beiden Marken trotz des in den kommenden Jahren sich ausweitenden Unterschieds bei dem Absatzvolumen zwischen Peugeot, Opel und Vauxhall überleben.


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Chrysler produziert jetzt im NAFTA-Raum fünfeinhalb Mal so viele LCV wie PKW,
Die Nachfrage der amerikanischen, kanadischen und mexikanischen Kunden fokussiert sich zunehmend auf leichte Nfz (SUV, Pickups und Minivans). Im ersten Halbjahr 2017 machten LCV 63% des Absatzes in den USA aus, in Kanada waren es 67% und in Mexiko 65%.

Die amerikanischen Hersteller verkaufen die meisten LCV: Bei GM macht diese Fahrzeugart 74% des Absatzes aus, bei Ford 76% und bei Chrysler 86%. Verglichen mit dem 63% LCV-Absatz über alle Marken in den USA bedeutet dies, dass ausländische Hersteller (Japaner, Koreaner, Europäer) wesentlich weniger LCV verkaufen als ihre US-Gegenspieler, dafür mehr PKW (überwiegend Limousinen).

Betrachtet man die Produktion der Chrysler-Gruppe zwischen 1950 und 2017, stellt man fest, dass die PKW-Produktion bis Mitte der 80er die Mehrheit stellte, nach einem kontinuierlichen Rückgang ab diesem Zeitpunkt jedoch 2016 nur 15% der NAFTA-Produktion der Chrysler-Gruppe darstellte, während die LCV 85% betrugen. Damit produziert Chrysler jetzt im NAFTA-Raum fünfeinhalb Mal so viele LCV wie PKW.

Bei GM und Ford betrug der PKW-Anteil an der NAFTA-Produktion 2016 jeweils 25%. Somit ist die PKW-Produktion eindeutig in der Minderheit im NAFTA-Raum.


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Subaru-Produktplan für den nordamerikanischen Markt,
Subaru hat angekündigt, (außer der Überarbeitung bestehender Modelle) zwischen 2018 und 2021 sechs neue Modelle am nordamerikanischen Markt einführen zu wollen, darunter drei SUV, zwei Limousinen und ein Coupe.

SUV, die eine Spezialität geworden sind, machen den Großteil des Subaru-Absatzes aus, und die USA stellt den größten Markt für die Marke dar: 2017 mehr als 600.000 Einheiten von insgesamt 1.100.000 Einheiten.

2018 wird Subaru ein neues SUV in der oberen Mittelklasse auf den amerikanischen Markt bringen, als Versuch, das Scheitern des Tribeca (2005-2014), der die amerikanische Kundschaft nicht überzeugen konnte, hinter sich zu lassen.

Zwischen 2018 und 2021 folgt dann die Erneuerung der restlichen Subaru-Modelle (darunter Forester, Legacy und Outback), nur der Impreza nicht, (Limousine der Kompaktklasse), da dieser 2017 erneuert wurde. 

Anders als bei anderen japanischen Herstellern ist bei Subaru der Unterschied zwischen dem Absatzvolumen und dem Produktionsvolumen im NAFTA-Raum sehr groß. Subaru hat nur ein Werk in dieser Region, nämlich in Lafayette (Indiana, USA). Jährlich werden mehr als 300.000 Fahrzeuge aus Japan importiert. Da das Werk in Lafayette so gut wie gesättigt ist, wird erwartet, dass der OEM ein neues Werk errichten wird, um der Forderung von Donald Trump nachzukommen, mehr Fahrzeuge in den USA zu bauen. Diese Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen.


17-28-3   
 

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Elektroauto-Verkaufsranking der Gruppen 2017,
In den ersten neun Monaten 2017 betrug der Absatz an reinen Elektroautos (BEV) plus aufladbare Hybridfahrzeuge (PHEV) weltweit 800.000 Einheiten, darunter 326.000 in China, 214.000 in Europa, 140.000 in den USA und 26.000 in Japan. Der Elektroauto-Absatz dürfte 2017 erstmalig über 1 Mio. Einheiten verzeichnen.

Die Volumen dürften in den kommenden fünf Jahren schnell wachsen, teilweise wegen der Quoten der chinesischen Regierung für die heimischen Hersteller - die andere Regierungen als Beispiel nehmen sollten - , um den Elektroauto-Absatz anzukurbeln und die Umweltverschmutzung und die globale Erderwärmung zu bekämpfen.

Zugegebenermaßen lassen die Ankündigungen der Hersteller Raum für Zweifel, bei einem angedeuteten Volumen von mehreren Millionen Elektroautos in den nächsten zwei bis drei Jahren... Die chinesische Regierung ihrerseits erwartet für 2019 den Absatz von mehr als 2 Mio. Einheiten allein in China.

Führend bei den Elektroautos 2017 waren Renault-Nissan (Absatz 90.000 Einheiten in den ersten neun Monaten 2017), vor Tesla (73.000), BYD (69.000), BMW (68.000), BAIC (54.000), Zotye (52.000), Volkswagen (47.000), Toyota (39.000), GM (38.000), Daimler (24.000). Von diesen 10 führenden Herstellern ging lediglich bei BYD im Vorjahresvergleich der Absatz zurück.


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Mazda-Produktplan für den nordamerikanischen Markt,
Neben der Überarbeitung bestehender Modelle hat Mazda angekündigt, zwischen 2018 und 2021 sechs neue Modelle am nordamerikanischen Markt einführen zu wollen, darunter drei SUV und drei Limousinen.

Das nächste CX8-SUV wurde bereits bei der letzten Tokio-Motor Show vorgestellt (eine verlängerte Version des CX5). Vermarktet wird es ab 2018, ebenso der zukünftige Mazda 3, wovon eine Designstudie ebenfalls in Tokio gezeigt wurde.

Der veröffentlichte Produktplan ergibt durchschnittlich 390.000 Einheiten im Jahr, während der Mazda-Absatz im NAFTA-Raum kaum 400.000 Einheiten übersteigt (2017).

Aktuell stellt Mazda lediglich 150.000 Einheiten im Jahresdurchschnitt im NAFTA-Raum her, in einem einzigen Werk in Mexiko, das 2014 eröffnet wurde. Früher produzierte Mazda in den USA, das Ende der Partnerschaft zwischen Ford und Mazda hat aber dazu geführt, dass Mazda die Produktion im Land 2013 eingestellt hat.

Dadurch ergibt sich ein relativ großer Unterschied zwischen dem Absatz und der Produktion von Mazda im NAFTA-Raum (durchschnittlich ca. 250.000 Einheiten im Jahr). Folglich stellen Importe aus Japan den Großteil des Mazda-Absatzes in dieser Region dar. Um dem Wunsch des Präsidenten Trump nach mehr Produktion in den USA zu entsprechen, müsste Mazda ein neues Werk in den USA errichten, was momentan nicht vorgesehen ist.


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