Produktionsleistung: Russland 10 Monate 2016 und Prognose 2017,

 

Fast 80% der russischen Automobilproduktion wird jedes Jahr in Russland verkauft. Das Niveau des russischen Marktes ist daher von großer Bedeutung für das Volumen der heimischen Produktion.

Der russische Markt ging 2015 (-35%) und 2016 (-12%) zurück.
Für 2017 erwartet Inovev eine Erhöhung des russischen Marktes (+ 5%). Allerdings hängt alles davon ab, ob die Wirtschaftssanktionen gegen Russland fortgesetzt werden (die Politik von Donald Trump muss genau beobachtet werden) und ob die russische Regierung eine Belebung des russischen Automobilmarktes und folglich der Automobilindustrie in Russland fördert. Auch entscheidend ist wann und in welchem Maße diese Erholung stattfinden wird.

Unter Berücksichtigung dieser Parameter erwartet Inovev für 2017 eine Steigerung um 9% der russischen Produktion, insbesondere dank einer Wiederbelebung des heimischen Marktes. Diese Erholung kann seit einigen Monaten beobachtet werden, da der russische Markt im November 2016 um 0,6% zulegte (der erste Anstieg seit Dezember 2014), nach 2,5% im Oktober, 11% im September und 18% im August.

Zu beachten ist, dass das russische Ministerium für Handel und Industrie für 2017 eine Erhöhung der russischen Automobilproduktion um 7% erwartet. In den ersten 10 Monaten 2016 fiel die russische Autoproduktion um fast 9%. 2015 war sie im Vorjahresvergleich um 27,5% gefallen.
 
16-29-9
   

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PSA wird ab 2018 ein neues Pickup in Tunesien herstellen,

 

Die PSA-Gruppe wird ab 2018 ein neues Pickup in Tunesien herstellen. Dafür wird ein neues Werk eröffnet mit einer Kapazität von jährlich 1.200 Einheiten. Die Produktion des neuen Modells beginnt dort im Sommer 2018.

Die Produktionskapazität dieses Werkes ist für den tunesischen Markt nicht bedeutend, sie macht nur etwas mehr als 2% des tunesischen Marktes aus (55.000 PKW + LUV wurden 2015 zugelassen). Signifikant ist sie jedoch für den PSA-Absatz: Kapazität höher als 20% des Absatzvolumens der Marke Peugeot. Peugeot verkauft aktuell 5.500 PKW + LUV pro Jahr in Tunesien (208, 301, Bipper und Partner) und ist somit der fünfte Hersteller des Landes was den Absatz betrifft. Vor Peugeot kommen Renault, Kia, Volkswagen und Citroën. Betrachtet man ausschließlich PKW, liegt Peugeot an vierter Stelle (s. Grafik unten).

Dieses Projekt in Tunesien (unterstützt durch STAFIM, der Peugeot-Importeur vor Ort) ist Teil einer breiteren PSA-Entwicklungsstrategie in Afrika und dem Nahen Osten: den Bau eines Werks in Kenitra, Marokko (100.000 Autos pro Jahr ab 2018), Pläne für ein Werk in Algerien, Neustart der Produktion im Iran (100.000 Autos 2017 und 350.000 pro Jahr ab 2020). PSA will seine Abhängigkeit vom europäischen Markt reduzieren und von dem Potential der Region Afrika-Nahen Osten profitieren, wo ein Absatzzuwachs von 5,3 Mio. Einheiten 2015 auf 8 Mio. 2025 erwartet wird, d.h. eine Steigerung um 50% in zehn Jahren.
 
16-29-10
   

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Opel organisiert die europäische Produktion der Modelle Adam, Corsa und Mokka um,

 

Da die Kapazität des Werkes in Zaragoza auf 470.000 Fahrzeugen im Jahr begrenzt ist und der zukünftige Citroën C3 Aircross hier hergestellt wird, wird Opel die europäische Produktion des Adam (Kleinstwagen), des Corsa (Kleinwagen) und des Mokka (Klein-SUV) umorganisieren.

Der Adam wird zur Zeit in Eisenach produziert, der Corsa in Eisenach und hauptsächlich in Zaragoza (Spanien), der Mokka in Zaragoza.

Die nächsten Generationen dieser drei Modelle werden nicht mehr in den gleichen Werken hergestellt werden:
der zukünftige Adam (für 2018 geplant) wird in Zaragoza hergestellt, der zukünftige Corsa (Einführung 2019) wird komplett in Zaragoza hergestellt und der zukünftige Mokka (Einführung 2020) in Eisenach.

2020 wird das spanische Werk in Zaragoza (Kapazität: 470.000 Fahrzeuge im Jahr) vier unterschiedliche Modelle produzieren: Adam, Corsa, Crossland (ex-Meriva) und Citroën C3 Aircross (ex-C3 Picasso), während das deutsche Werk in Eisenach (Kapazität: 200.000 Fahrzeuge im Jahr) nur den Mokka produzieren wird.

Ohne diese Umorganisation wäre das Werk Zaragoza über die Marke von 500.000 Fahrzeugen im Jahr gestiegen und die Konzentration der Corsa-Produktion an einem einzigen Werk wäre unmöglich gewesen.
 
16-29-7
   

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PSA organisiert die europäische Produktion des Peugeot 208 um,

 

Da die Kapazität der PSA-Werks in Trnava (Slowakei) nicht ausreicht, 2017 und 2018 400.000 Fahrzeuge zu produzieren, hat sich die PSA-Gruppe entschlossen, ein Volumen von 70.000 Peugeot 208 von Trnava nach Poissy in Frankreich zu verlagern,
wo bereits einige diese Modelle für den europäischen Markt hergestellt werden.

Das slowakische Werk in Trnava hat gerade mit der Produktion des neuen Citroën C3 (130.000 Einheiten pro Jahr) begonnen und produziert bereits den Peugeot 208 (220.000 Einheiten 2016) und Citroën C3 Picasso (50.000 Einheiten 2016). Dies entspricht theoretisch 400.000 Fahrzeuge pro Jahr, bei einer Kapazität von 300.000 Einheiten im Jahr, die nur um 10% (auf 330.000 Einheiten pro Jahr) in Ausnahmefällen ausgeweitet werden könnte.

Auch wenn geplant ist, dass der Citroën C3 Picasso in Trnava im ersten Halbjahr 2017 ausläuft (der Nachfolger wird bei GM in Zaragoza hergestellt), übersteigt das Produktionsprogramm noch 300.000 Einheiten.

Die Entscheidung, 2017 und 2018 70.000 Peugeot 208 von Trnava nach Poissy zu verlagern, wird es somit dem Werk ermöglichen, unter 110% ihrer Kapazität zu arbeiten und dem Werk Poissy eine Schicht beizubehalten, die ansonsten hätte gestrichen werden müssen.
Das
Produktionsvolumen von Poissy dürfte 2017 von 133.000 Einheiten auf 203.000 Einheiten steigenund 2018 von 106.000 Einheiten auf 176.000 Einheiten.
Laut PSA
wird Poissy dank dem neuen DS3 ab 2019 200.000 Fahrzeuge im Jahr produzieren können.  
 
16-29-8
   

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Produktionsleistung (PKW+UV): Kanada 10 Monate 2016 und Prognose 2017,

 

In den ersten 10 Monaten 2016 stieg die kanadische Automobilproduktion (PKW + UV) um 2,9% (2015: 6,4%), nach der Verlagerung von Modellen nach Mexiko.
2016 expandierte der Markt im Vorjahresvergleich um 3,1%.

In diesem Jahr wurde über 85% der Produktion in die USA und nach Mexiko exportiert. Somit hängt das Niveau der kanadischen Produktion sehr vom Wachstum dieser beiden Märkten ab. 2016 stabilisierte sich der US-Markt (+ 0,1%) gegenüber 2015, während der mexikanische Markt stark zunahm (+15,2%).

Zwei Szenarien sind möglich:

• Erstes Szenario: Stabilität des US-Marktes (+ 0,1%), Wachstum des mexikanischen Marktes, aber weniger 2017 (+ 5%). Bis klar ist, wie die Politik der Trump-Regierung ausfällt, könnte sich der US-Automobilmarkt stabilisieren. Der mexikanische Markt dürfte weiter wachsen, allerdings in abgeschwächter Form wenn das Verbrauchervertrauen von der Unsicherheit der zukünftigen US-Politik beeinflusst wird. Bei dieser Annahme dürfte sich die kanadische Produktion stabilisieren (-0,7%).

• Zweites Szenario: positives Wachstum der US- (+ 1%) bzw. mexikanischen Märkte (+ 7%) 2017. Die Zulassungen in den USA könnten leicht zunehmen, angekurbelt durch das Wirtschaftswachstum, das 2017 stärker werden dürfte. In Mexiko könnte eine erhöhte Nachfrage nach Importen aus den USA das Wirtschaftswachstum vorantreiben, wenn die Wirtschaftsdynamik der USA positiv ist. Bei dieser Annahme könnte die kanadische Produktion mit den aktuellen Produktionskapazitäten des Landes 2017 ein Plus von 1% verzeichnen.

Zu beachten ist die Annahme, dass eine Verlagerung von Kanada in die USA 2017 nicht vorgesehen ist.
Außerdem könnte eine Besteuerung von Importfahrzeugen nur im Rahmen einer Neuverhandlung des NAFTA-Übereinkommens implementiert werden. Auswirkungen einer solchen Neuverhandlung sind 2017 schwer vorstellbar. 
 
 
16-29-6
   

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