Lexus bringt 2018 ein Kompakt-SUV auf den Markt,
Der Toyota CHR, ein Kompakt-SUV mit Hybridmotor (identisch mit dem Motor des Prius IV) wurde im September 2016 in Europa eingeführt. Das neue in der Türkei hergestellte Modell ermöglichte es dem japanischen Hersteller seine europäische SUV-Palette nach unten zu erweitern, die vorher aus RAV4 (Mittelklasse) und Land Cruiser (obere Mittelklasse) bestand.

Der CHR-Absatz boomt in Europa (in den ersten drei Monaten 2017 wurden bereits 30.000 Einheiten verkauft, bei einer jährlichen Rate von 120.000 Einheiten). Toyota wird die Palette weiter ausbauen und ein Kompakt-SUV der Premiummarke Lexus einführen.

Die europäische Palette der Lexus-SUV besteht aktuell aus dem NX (Mittelklasse) sowie dem RX (obere Mittelklasse). Das zukünftige Modell, das 2018 eingeführt und unter der Bezeichnung UX vertrieben wird, wird die Plattform und den Hybridmotor des Toyota CHR verwenden. Die meisten in Europa angebotenen Lexus-Modelle sind Hybridversionen.

Das neue UX-Modell wird die Lexus CT-Limousine (Einführung 2010) am Ende ihres Lebenszyklus ablösen. Diese war in Europa nicht sonderlich erfolgreich (2016 7.500 Einheiten verkauft gegenüber 9.500 2015). Der UX wird direkt mit den Premium SUV des Kompaktsegments konkurrieren, wie z.B. Infiniti QX30, Mercedes GLA,  Q3 / Q4, BMW X1 / X2 und Volvo XC40.


17-9-9   

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Der Iran wird wieder ein entscheidender Markt für PSA,
Die PSA-Gruppe hat 2016 offiziell die Produktion im Iran wieder aufgenommen (nach einer gezwungenen Stopp 2012): 233.000 PKW (Peugeot 206 und 405 für den heimischen Markt) wurden letztes Jahr in Teheran im Werk von Iran Khodro, dem führenden Hersteller des Landes, gebaut.

Die Modelle Peugeot 206 und 405, die aktuell produziert werden, werden nach und nach bei Iran Khodro durch die neueren Modelle Peugeot 208 und 301 ersetzt werden, kurz danach auch durch das 2008 SUV.

Das Produktionsvolumen wird daher schneller wachsen als von PSA geplant. Erwartet werden 340.000 Einheiten 2017, 350.000 2018, 360.000 2019 und 370.000 2020. Diese Zahlen beinhalten nicht die Produktion von Citroën, die 2018 50.000 Einheiten, 2019 100.000 und 2020 150.000 Einheiten betragen dürfte.

Insgesamt erwartet Inovev, dass die PSA-Gruppe bis 2017 340.000 PKW im Iran produzieren wird, bis 2018 400.000, bis 2019 460.000 und bis 2020 520.000, was mehr als 10% der gesamten globalen Leistung der Gruppe entspricht.

Im Falle erneuter Spannungen zwischen dem USA und dem Iran mit Auswirkungen auf den iranischen Markt könnten sich diese Prognosen allerdings reduzieren.


17-10-1   

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BYD wird ein Montagewerk in Frankreich errichten,
Der chinesische Hersteller BYD (21. Hersteller weltweit) hat sich innerhalb von wenigen Jahren zu einem der führenden globalen Hersteller von Elektrobussen entwickelt. Seine Produktion von Elektrobussen in China ist von 2015 5.375 Einheiten auf 2016 13.278 Einheiten gestiegen. Diese sind für den heimischen Markt vorgesehen.

Nach der Belieferung des chinesischen Marktes durch das Werk in Changsha (ausgelegt für die Produktion von bis zu 50.000 Busse im Jahr) hat BYD Werke für Elektrobusse in mehreren Ländern etabliert: USA, Ungarn und Brasilien. In den USA stieg die Busproduktion von jährlich 200 auf 400 Einheiten. Die Produktionsaufnahme in Ungarn wird für 2017 erwartet. Was Brasilien betrifft, ist die Vereinbarung zwischen BYD und den brasilianischen Behörden noch nicht ratifiziert worden. BYD hat ein neues Elektrobus-Werk in Frankreich angekündigt, in der Kommune Allonne (in der Region Hauts de France). Das Werk dürfte im ersten Halbjahr 2018 in Betrieb gehen.

BYD hat angekündigt, anfangs jährlich 200 Fahrzeuge im französischen Werk zu bauen und diese Zahl langfristig eventuell zu verdoppeln. BYD erklärt die Wahl Frankreichs dadurch, dass der Busmarkt in Frankreich der größte in Europa ist. Die Modelle, die dort hergestellt werden, sind bereits in den USA als K9 bekannt, der 2010 eingeführt wurde. Dieses 18t-Modell hat eine Reichweite von 250km. 2016 verkaufte BYD 6.000 K9-Busse weltweit.


17-9-8   

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Opel wird 2020 vier SUV vermarkten,
Opel hat angekündigt, im Jahr 2020 vier unterschiedliche SUV vermarkten zu wollen:

1. Der Crossland X (Klein-SUV) wird ab Sommer 2017 im spanischen Zaragoza hergestellt. Er teilt die PF1-Plattform mit dem Citroën C3 Aircross, der ab dem Herbst 2017 im gleichen Werk produziert wird.

2. Der Grandland X (Kompakt-SUV) wird ab dem Frühjahr 2018 in Sochaux, Frankreich produziert. Er wird die EMP2-Plattform des Peugeot 308 bzw. 3008 verwenden, der seit Ende 2016 in Sochaux hergestellt wird. Nach der Einführung des Grandland X 2018 wird der Opel Antara (GM-Ursprung) auslaufen.

3. 2019 kommt der Nachfolger des Mokka X (Klein-SUV). Dieser wird in Eisenach hergestellt werden. Er wird die CMP1-Plattform von PSA verwenden, wie auch die zukünftigen Peugeot 208 und 2008.

4. Ein viertes SUV (Name noch unbekannt) wird 2020 an den Start gehen. Es handelt sich um ein SUV der Mittelklasse, das die EMP2-Plattform (Peugeot 5008) verwenden und in Rüsselsheim gebaut werden wird. Der große Opel-SUV wird (wie der Peugeot 5008) ein 7-Sitzer sein. Somit wird dieses SUV mit dem 7-Sitzer-MPV von Opel, dem Zafira, konkurrieren. Die Ankunft des SUVkönnte das Aus für den Zafira 2020 bedeuten.


17-9-7   

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Ende 2017 beginnt Ford mit der Produktion des Ecosport in Craiova,
2014 führte Ford den Ecosport in Europa ein, um mit den dort vertriebenen Klein-SUV wie Nissan Juke, Renault Captur, Peugeot 2008 und Opel Mokka zu konkurrieren. Dieses Klein-SUV wurde bereits seit 2012 in Lateinamerika angeboten. Das in Europa angebotene Modell kommt nicht aus Lateinamerika sondern aus Indien (aus dem Werk in Chennai, wo Ford-Modelle für den heimischen Markt hergestellt werden). Ab dem Herbst 2017 werden die in Europa vertriebenen Ecosport-Modelle ausschließlich im rumänischen Ford-Werk in Craiova produziert werden (230km westliche von Bukarest).

Der Ecosport wird einer Überarbeitung unterzogen, wobei  der vordere Grill mit dem der anderen europäischen Ford-SUV Kuga (Kompaktsegment) und Edge (Mittelklasse) harmoniert wird. Der überarbeitete Ecosport (s. Foto) wird bei der nächsten Frankfurter Motorshow vorgestellt.

Das Ford-Werk in Craiova produziert seit 2012 ein einziges Modell: den B-Max, ein Minivan der Kleinwagensegment, dessen Absatz von 66.000 2013 auf 37.000 2016 gefallen ist. Dies ist angesichts der Werkskapazität von 100.000 Einheiten im Jahr problematisch. Die Ecosport-Produktion wird die Kapazität in Craiova Ende 2017 sättigen, da der Absatz von B-Max und Ecosport-Modellen 2016 fast 94.000 Einheiten betrug und 2017 die 100.000-Marke erreicht werden dürfte. In Zukunft könnte sich das Werk möglicherweise ausschließlich auf die Produktion des Ecosport fokussieren.


17-9-5   

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