Prognose für den europäischen Markt 2016 (PKW+LUV),

 

2015 dürfte der europäische Automobilmarkt (29 Länder; PKW + LUV) ein Wachstum um die 8% im Vergleich zum Vorjahr erfahren. Das Wiederbeleben des europäischen Marktes findet daher viel schneller als erwartet statt.

Laut Wirtschaftsprognosen der EU dürfte das GDP in Europa (29 Länder) 2016 um 2% zunehmen, was eine Kombination begünstigender Faktoren widerspiegelt: die relativ niedrig bleibenden Ölpreise, stetiges globales Wachstum, eine weitere Abwertung des Euro sowie unterstützende Wirtschaftspolitik innerhalb der EU.

Für 2016 erwartet Inovev einen Anstieg des europäischen Marktes um 3%. Großer Antrieb für den Markt dürfte aus südeuropäischen Märkten kommen (Spanien und Italien), wo Käufe momentan nachgeholt werden, sowie aus Osteuropa, wo der Motorisierungsgrad noch relativ niedrig ist. Der Anteil der reifen Märkte (Deutschland, Großbritannien und Frankreich) am europäischen Wachstum dürfte niedriger ausfallen.

2016 gilt es aber, einige Länder im Auge zu behalten, z.B. Spanien, wo der PIVE-Plan, der 2014 und 2015 zu einem bedeutenden Anstieg der Verkäufe geführt hat (+ 20% pro Jahr), wahrscheinlich auslaufen wird. Ebenso Großbritannien: das starke Wachstum der vergangenen Jahre (+ 10% pro Jahr) dürfte wie bereits 2015 weiter abschwächen.

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Prognose für den US-Markt 2016 (PKW+LUV),

 

2015 dürfte der US Automobilmarkt (PKW + LUV) um 5% gegenüber 2014 ansteigen und mit ca. 17,35 Mio. Einheiten ein ähnliches Volumen wie der Spitzenwert aus dem Jahr 2000 erreichen (17,4 Mio. Einheiten).


Laut OECD wird das GDP 2016 weiter expandieren, vorangetrieben durch die private Nachfrage und die niedrige Arbeitslosenquote. Begünstigt wird die private Nachfrage weiterhin durch günstige finanzielle Bedingungen, eine Verbesserung am Arbeitsmarkt sowie erhöhte Kaufkraft dank den niedrigen Energiepreisen und dem stärkeren Dollar. Die positive Auswirkung dieser Einflüsse wird sich allerdings verlangsamen und durch schwächeres Exportwachstum aufgrund schleppender externer Nachfrage sowie des zuletzt stärkeren Dollars gedämpft werden.


Obwohl es sich bei dem US-Markt um ein zyklischer Markt handelt, ist es höchst wahrscheinlich, dass dieser Markt 2016 leicht zunehmen und ein neues Rekordniveau (ca. 17,5 Mio. Einheiten) erreichen wird, was einem Wachstum von 1% entspricht.


Den LUV wird es möglich sein, das PKW-Volumen zu verringern, in einem Verhältnis 55%/45% (gegenüber 54%/46% 2015). In diesem Zusammenhang zeigen GM, Ford und FCA gutes Entwicklungspotential (diese Hersteller sind sehr gut im LUV-Bereich vertreten, sogar fast allgegenwärtig).


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Der spanische Markt: Prognose für 2016 (PKW+LUV),

 

In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 nahm der spanische Markt um 24% zu. Für das Gesamtjahr könnte ein Niveau von 1,2 Mio. Einheiten erreicht werden, gefolgt von 1,3 Mio. 2016. Diese Werte liegen allerdings weit unter den Ergebnissen aus den Jahren 2005-2006-2007, als das Marktniveau knapp unter 1,8 Mio. Einheiten betrug.

Laut OECD wird sich die robuste wirtschaftliche Erholung in Spanien 2016 und 2017 fortsetzen, wobei sich das Tempo allmählich verlangsamt. Die positive Wirkung der Euroabwertung sowie niedrigerer Preise für Öl und andere Rohstoffe wird sich jedoch nach und nach auflösen. Die Leihzinsen für Unternehmen und Haushalte werden niedrig bleiben. Diese Faktoren in Verbindung mit der Durchführung von bedeutenden Strukturreformen erhöhen das Vertrauen in der Wirtschaft.

2016 wird der spanische Automobilmarkt vom Status des PIVE-Plans abhängen (ob er beibehalten wird oder nicht) sowie vom Enddatum, für den Fall, dass die Regierung sein Auslaufen beschließt. Sollte der PIVE-Plan auslaufen, prognostiziert Inovev einen Anstieg des Marktes um 7% für 2016.

Nennenswert sind folgende neue Modelle, die 2016 eingeführt werden und im Laufe des Jahres dem spanischen Markt Auftrieb geben können: Ford Fiesta, Opel Astra (Einführung Ende 2015), Renault Megane (heimische Produktion), VW Polo (heimische Produktion) und Seat Ibiza (heimische Produktion).

15-21-10   

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ASEAN: die Produktion in Thailand und Indonesien soll optimiert werden,

 

Isuzu Motors, ein japanischer UV-Hersteller, positioniert Thailand und Indonesien als Produktionsbasen für LUV bzw. schwellenmarktorientierte UV und bildet somit zusammen mit Japan ein dreipoliges Produktionssystem. Seit 2015 liegt die Betonung darauf, die Exporte aus den beiden südostasiatischen Ländern zu forcieren.

In Thailand plant Isuzu Motors, die kombinierte jährliche Produktionskapazität der Werke Samrong und Gateway bis 2019 auf 500.000 Einheiten zu erhöhen. Jeweils die Hälfte der Produktion der beiden Werke soll für Thailand bestimmt sein, die andere Hälfte für den Export. In Indonesien hat Isuzu Motors im Januar 2015 eine neue Produktionsstätte in Karawang Regency, West Java Provinz, in Betrieb genommen. Die LKW-Produktion wurde von Pondok Ungu in East Jakarta ins neue Werk verlagert.

Die jährliche Produktionskapazität des neuen Werks beträgt 52.000 Einheiten, 2.5 mal so hoch wie das alte Werk. Auf die Sprunge geholfen durch eine Reduzierung der Zölle innerhalb ASEANs hat Isuzu Motors in der Nähe des neuen Werks ein Logistikzentrum gegründet, das lokal beschaffte Teile, die für bis zu drei Wochen reichen, lagern kann. Die neue Produktionsstätte stellt leichte Elf-LKW und mittlere Giga-LKW her. Der Export ab 2016 wird erwogen.
 

15-21-9   

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1. HJ 2015 Verkäufe in Thailand: Rückgang um 16,3 Prozent,

 

Das Verkaufsvolumen des thailändischen Automobilmarktes ging im ersten Halbjahr 2015 um 16,3 Prozent auf 369.109 Einheiten zurück. Steigende Haushaltsschulden, die Nachwirkung des Absatzhöchststands 2012-2013 sowie die wirtschaftliche Verlangsamung aufgrund der neuerlichen Dürre führten zu einem Schrumpfen des Automobilmarktes. Das PKW-Segment fiel um 20,1 Prozent auf 146.862 Einheiten, während die UV um 13,6 Prozent auf 222.247 Einheiten zurückgingen. Die Volumensegmente Kleinwagen, PPC und 1-t-Pickup fielen zweistellig. Im Gegensatz dazu expandierten die SUV um 22,3 Prozent auf 26.980 Einheiten. Starke SUV-Verkäufe wurden durch die Einführung des Honda HR-V im November 2014 angekurbelt.

Mit Ausnahme von Honda, der zweistellig zunahm, gingen alle anderen Topmarken zurück. Toyota verlor 24,9 Prozent auf 123.125 Einheiten. Für das im Mai 2015 eingeführte, komplett überarbeitete Modell Hilux wird mit einem Verkaufsvolumen von 164.200 Einheiten 2015 gerechnet. Isuzu nahm um 16,7 Prozent auf 69.281 Einheiten ab. Honda stieg um 15,9 Prozent auf 54.793 Einheiten, angetrieben durch den HR-V, der im November 2014 auf den Markt kam. Mazda ging um 1,8 Prozent auf 16.837 Einheiten zurück. Der deutliche Rückgang der 1-t-Pickups wurde durch den im Januar 2015 eingeführten Mazda 2 ausgeglichen. Weitere wichtige Marken, nämlich Nissan, Mitsubishi, Ford und Chevrolet verzeichneten zweistellige Verluste.

Bei der Marktprognose für 2015 hat Toyota zu Beginn des Jahres eine Erhöhung um 4 Prozent auf 920,000 Einheiten vorhergesagt; die schleppenden Ergebnisse des ersten Halbjahres veranlassten den japanischen Hersteller allerdings dazu, im Juli seine Prognose auf unter 800.000 Einheiten zu reduzieren, mit der Folge der ersten niedrigen Jahreszahl seit vier Jahren. Würde die Obergrenze bei 800.000 Einheiten liegen, würden die PKW 300.000 Einheiten ausmachen (-18,9 Prozent) und die UV 500.000 Einheiten (-2,3 Prozent), davon die 1-t-Pickups 390.000 Einheiten (+4,8 Prozent).
 

15-21-7   

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