Der VW Golf ist seit 2005 das Topmodell in Europa,

 

Trotz der Erscheinung neuer Modelle bzw. Aufbauarten (MPV / SUV) führt der Volkswagen Golf seit 2005 den europäischen Markt an. Das jährliche Verkaufsvolumen beträgt durchschnittlich zwischen 450.000 und 500.000 Einheiten, mit Ausnahme des Jahres 2000, als die Verkaufszahlen des Golfs bei fast 600.000 Einheiten lagen sowie 2009 als der europäische Markt insgesamt einen Höchststand erreichte und der Golf dank der Verschrottungsprämie in Deutschland mehr als 600.000 Mal verkauft wurde.

Vergleicht man die Verkaufskurve des Golfs mit denen seiner direkten Rivalen wie der Ford Focus, Opel Astra sowie Renault Megane kann man feststellen, dass der Einbruch um mehr als 20% am gesamteuropäischen Markt zwischen 2007 und 2013 in diesem Zeitraum keinerlei Auswirkungen auf den Volkswagen Golf hatte, dessen Ergebnisse positiv blieben, während der Focus, der Astra und der Megane um 50%, 57% bzw. 49% abstürzten.

Der Golf wird hauptsächlich in Deutschland verkauft und erreicht hier durchschnittlich 50% seiner europäischen Verkäufe (2009 bis zu 60%). Seit Jahrzehnten führt das Modell die Rangliste des Landes an. Als zweites Land wo der Golf unter den Top 5 rangiert, gilt Großbritannien.

Für die aktuellen Position des Golfs gibt es viele Gründe, u.a. eine starke und kontinuierliche Tradition seit der ersten Generation und der damit verbundene Bekanntheitsgrad des Namen "Golf". Außerdem vorteilhaft ist die Positionierung zwischen den Generalisten- und den Premiummodellen (Konkurrenten Audi A3 - BMW 1er Reihe sowie Mercedes A-Klasse), wie auch der Passat in der Mittelklasse. Schließlich ist die Rolle als Firmenfahrzeug ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Modells in Europa.

Für die Zukunft wird hinsichtlich der Position des Golfs keine Änderung erwartet. Während er in Europa eine sichere Sache ist, stößt der Golf allerdings in asiatischen bzw. amerikanischen Märkten, wo sich die Aufbauart Fließheck nicht so großer Beliebtheit erfreut, auf weniger 
 

 

15-17-9  

 

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2014 wurde Indonesien der führende Markt der ASEAN-Region,

 

Die ASEAN-Region (Association of Southeast Asian Nations) besteht in Bezug auf den Markt und die Automobilproduktion aus drei Hauptländern: Indonesien, Thailand und Malaysia. Indonesien ist in letzter Zeit an Thailand vorbeigezogen und führt den Markt in ASEAN nun an.

Thailand ging 2014 von 1.330.000 Fahrzeugen, die 2013 verkauft wurden, auf 882.000 zurück (2012: 1.425.000). Das Land litt unter einer instabilen politischen und wirtschaftlichen Lage, die zu einem Rückgang des Marktes sowie der Automobilproduktion führte. Als wichtiges globales Zentrum für die Herstellung von Pickups war die Produktion hier am höchsten in der ASEAN-Region, mit 1.878.000 produzierten Fahrzeugen 2014, gegenüber 2.460.000 2013 und 2.450.000 2012, allerdings hat sich der Abstand zu Indonesien sehr verringert.

Trotz einer moderaten Abnahme des Marktes 2014 aufgrund Währungsschwankungen sowie steigender Kraftstoffpreise (1.208.000 Fahrzeuge wurden 2014 verkauft, im Vergleich zu 1.230.000 2013), blieb das Wachstum in Indonesien hoch (+ 150% zwischen 2010 und 2014), im Zuge des wirtschaftlichen Wachstums des Landes sowie des Erfolgs der "LCGC - Low Cost Green Cars". 2014 erreichte die Produktion 1.289.000 Fahrzeuge im Vergleich zu 1.117.000 2013 dank der Herstellung von Modellen, die den "LCGC”-Regionalstandards entsprechen sowie der Funktion des Landes als Exportbasis.

Malaysia, markt- und produktionsbezogen das dritte ASEAN-Land, ist seit 2005 langsam gewachsen. 2014 wurden 600.000 Fahrzeuge produziert und etwas mehr als 600.000 verkauft, nahezu unverändert im Vergleich zu 2005. Allerdings liegt Malaysia vor den Philippinen und Vietnam, wo das Volumen viel niedriger ist (Philippinen: 270.000 Verkäufe 2014; Vietnam: 135.000).

 

15-17-1  

 

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Überkapazität der chinesischen Automobilindustrie: Reorganisation wird ein dringendes Anliegen,

 

Bedingt durch Überkapazitäten sind einige chinesische Autobauer, die zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, durch chinesisch-ausländische Joint Ventures aufgekauft worden.
Im März 2015 hat Changan Ford mitgeteilt, die Produktionsstätte von Hafei Motor in der Provinz Heilongjiang gekauft zu haben; damit hat der chinesische Hersteller nur noch ein Werk in der Shandong-Provinz. Die jährliche Produktionskapazität des gekauften Werkes beträgt 200.000 Einheiten. Changan Ford will die bestehende Produktionslinie, die zur Herstellung des Alsvin V3 von Changan Automobile verwendet wurde, erhalten sowie eine neue Linie für Fahrzeuge der Marke Ford errichten.

Der Kauf heimischer Autobauer durch chinesisch-ausländische Hersteller ist zwar eine Möglichkeit die Überkapazitäten in Schach zu halten, könnte allerdings auch den raschen Verfall chinesischer Hersteller herbeiführen. Aus diesem Grund kann die chinesische Zentralregierung einen solchen Trend in der Automobilindustrie nicht aktiv unterstützen.

Um das Problem der Überkapazitäten zu lösen, sollen sich die chinesischen Autohersteller daher reorganisieren und konsolidieren.
In China existieren Dutzende von lokalen Autobauern, die zur Entwicklung der lokalen Wirtschaft durch die Regionalregierungen gegründet wurden.
Viele von ihnen leiden allerdings unter einem niedrigen Auslastungsgrad. Mittlere und kleine Hersteller sollen durch SAIC, Changan, Dongfeng sowie weitere größere chinesische Hersteller aufgenommen werden, um Überkapazitäten zu eliminieren. Langfristig muss die Produktattraktivität der großen chinesischen Hersteller verbessert werden, um dem Problem gerecht zu werden. Anstatt einer von der Zentralregierung durchgesetzten und geleiteten Reorganisation wäre eine Unterstützung aus dem F&E-Bereich notwendig, um die Produktleistung zu stärken.

Für den chinesischen Automobilmarkt wird für die kommenden Jahre ein weiterhin niedriges Wachstum vorhergesagt. Sollten die chinesischen Automobilhersteller das Problem der Überkapazitäten kurzfristig nicht lösen können, werden sie noch weiter hinter den chinesisch-ausländischen Produzenten zurückfallen.

 

15-16-9  

 

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Welche Autohersteller haben von der Erholung des US-Marktes profitiert?,

 

Der US-Markt expandierte zwischen 2009 und 2014 um 58,2%. Während dieses Nachkrisenzeitraums profitierte vor allem die lokale US-Produktion von der Erholung des Marktes und verdoppelte sich zwischen 2009 und 2014, während die Importe um lediglich 10% zunahmen und die Exporte sich im gleichen Zeitraum fast vervierfachten.

Erste Feststellung: von der Erholung des US-Marktes haben mit zwei Ausnahmen, nämlich Volvo (-8,3%) und Suzuki (nicht mehr vertreten), alle Hersteller profitiert. Bei Volvo gingen die Verkäufe der 2009er Flaggschiffmodelle (S70, XC90, S40 / V50) bis 2014 aufgrund der bevorstehenden Erneuerung zurück. Bei Suzuki, dessen Verkaufszahlen seit langem vertraulich sind, entsprach die Fahrzeugpalette (kleine Modelle, Limousinen und SUV) nicht der lokalen Nachfrage nach großen SUV, Pickups und Limousinen. Suzuki ist nach und nach vom US-Markt verschwunden.

Zweite Feststellung: die deutschen (BMW, Daimler und VW), koreanischen (Hyundai-Kia), französischen (Renault-Nissan) und italienischen Gruppen (FCA) haben am meisten von dieser Erholung profitiert. Die traditionell führenden amerikanischen (GM und Ford) bzw. japanischen Gruppen (Toyota, Honda, Mazda und Mitsubishi) profitierten weniger und verloren einige Zehntelpunkte an Marktanteil. Dies begünstigte die europäischen Exporte, nicht aber wesentlich die japanischen Exporte.

Nach Gruppen betrachtet profitierte Fuji Heavy mit der Subaru-Marke am meisten von der Erholung und steigerte die US-Verkäufe um 137,1% innerhalb des Fünfjahreszeitraums. Es folgten die Gruppen FCA (+ 124,5%), Volkswagen (+ 88,7%), Renault-Nissan (+ 80,1%), Daimler (+ 78,8%), Hyundai-Kia (+ 77,6% ) und BMW (+ 63,8%). Alle expandierten ihren Marktanteil in den USA.

Folgende Gruppen andererseits wuchsen im Zeitraum 2009 bis 2014 weniger als der US-Markt: Ford (+ 52,9%), Mazda (+ 47,2%), Mitsubishi (+ 43,8%), GM (+ 42,3%), Toyota (+ 34,1%) und Honda (+ 33,9%); bei allen ging der Marktanteil zurück.

 

15-17-2  

 

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Der Smart Fortwo wird hauptsächlich in zwei Ländern verkauft,

 

Der 1998 eingeführte Smart Fortwo wurde erstmalig Anfang 2007 und noch einmal Ende 2014 überarbeitet. Verkauft wurde das Modell von Anfang an überwiegend in Deutschland (Heimatland des Smart-Eigentümers Daimler), mit einem Spitzenabsatzwert von 33.000 Einheiten 2008, sowie in Italien (europäischer Hauptmarkt für Kleinstwagen), wo das Verkaufsvolumen 2008 ebenfalls einen Höchststand von 33.000 Einheiten erreichte.


Der Start des Fortwo in den USA 2008 generierte einen neuen Trend (25.000 verkaufte Einheiten 2008), der sich schnell auflöste. Aktuell erreichen die Verkaufszahlen des Fortwo lediglich die Hälfte dieses Volumens (12.500 Einheiten).


Frankreich gilt als fünftes Absatzland für den Fortwo. Möglicherweise hat die Entwicklung alternativer Verkehrsmittel die Verbreitung in seinem französischen Kerngebiet, nämlich die Metropol-Region Paris, verlangsamt.


Zu beachten ist, dass der Fortwo vorwiegend für städtische Gebiete vorgesehen ist, während er in Stadtrandgebieten wenig verkauft wird. In den USA wird der Fortwo beispielsweise hauptsächlich in Großstädten an der Ostküste, wie New York, verkauft.


In Deutschland herrscht eine große Anzahl größerer Städte vor, was die Verbreitung des Fortwo hierzulande begünstigt hat.


Nach einem geringfügigen Niveau in den vergangenen Jahren wird das Absatzvolumen des Fortwo in China 2015 15.000 Einheiten erreichen. China hat sich allmählich zum dritten Absatzmarkt des Fortwo entwickelt, hinter Deutschland und Italien und vor den USA und Frankreich.

 

15-16-8  

 

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