EU-Indien-Abkommen wird Zölle auf nach Indien importierte europäische Autos senken
- Durch dasHandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien sollen Einfuhrzölle auf europäische Pkw von zunächst 110% auf 40 % und anschließend auf 10 % sinken. Dadurch sinken die Preise für europäische Pkw zunächst um etwa 25 % und anschließend nochmals um etwa 25 %, was einer Gesamtpreissenkung von 50 % für diese Fahrzeuge entspricht, die derzeit mit einem Zoll von 110 % belegt sind. Da die europäischen Zölle auf importierte indische Pkw derzeit bei 10% liegen, ist für diese keine Senkung geplant.
- Der indische Markt wird derzeit von Kleinwagen dominiert (Fahrzeuge der A- und B-Klasse machen 64 % des Gesamtabsatzes aus), wobei der japanische Automobilhersteller Suzuki einen Marktanteil von 41 % hält. Die wenigen importierten Fahrzeuge (etwa 10.000 pro Jahr, die Hälfte davon aus Europa, hauptsächlich BMW, Mercedes und Audi) sind überwiegend Premiumfahrzeuge. Dies liegt daran, dass sich die wohlhabendsten Bevölkerungsschichten Indiens die 110-prozentigen Aufschläge auf die ohnehin schon teuren Oberklassewagen leisten können, während sich die Mittelschicht keine Standardfahrzeuge der etablierten Hersteller leisten kann, von denen viele, wie beispielsweise Renault oder Citroën, auch in Indien produzieren.
- In Indien besteht zwar eine relativ hohe Nachfrage nach Oberklassewagen, doch aufgrund der hohen Preise kann sich ein Großteil des Marktes diese Fahrzeuge nicht leisten. Zollsenkungen für diese Autos werden das Wachstum dieses Premiumsegments in Indien fördern. Die Automobilhersteller, die am meisten profitieren werden, sind die Premiummarken, allen voran BMW, Mercedes und Audi, deren Absatz laut Vereinbarung auf 250.000 Fahrzeuge pro Jahr begrenzt ist. Dies entspricht langfristig etwa 80.000 zusätzlichen Verkäufen für jeden dieser drei Hersteller.
